Keller renovieren – So nehmen Sie Ausbesserungen vor

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Es macht einen erheblichen Unterschied, ob Sie einen Keller zum ersten Mal renovieren oder nur Schönheitsreparaturen vornehmen wollen. Im ersten Fall müssen Sie unter Umständen mit umfangreichen Sanierungsarbeiten rechnen, beim zweiten lediglich einige Ausbesserungen vornehmen.

Keller renovieren: Ablauf im Überblick

Bevor Sie Schönheitsreparaturen ausführen oder eine neue Oberfläche wie einen Putz oder Tapeten anbringen können, müssen Sie einen trockenen und tragfähigen Untergrund gewährleisten. Die Isolierung eines Kellers altert und entwickelt über Jahre hinweg Schäden, die beispielsweise Wurzeln verursachen. Besitzt Ihr Keller keine Abdichtung gegen Feuchtigkeit, sollten Sie bei dieser Gelegenheit eine wasserdichte Innenversiegelung in Erwägung ziehen. Bei der Renovierung gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Entfernung von beschädigten Oberflächen
  • Reinigung von Schmutz, Salz- und Kalkablagerungen
  • Wände trocknen
  • Ausbessern und Versiegeln von Schäden in der Bausubstanz
  • Grundierung
  • Mit Farbe streichen oder Wandbelag anbringen

Im optimalen Fall entspricht eine Renovierung des Kellers derjenigen eines Obergeschosses. Dies ist jedoch nur möglich, wenn ähnliche Bedingungen in Punkten wie Belüftung, Luftfeuchtigkeit und eine einwandfreie Bausubstanz vorliegen.

In einigen Fällen ist eine Sanierung notwendig

Riecht der Keller muffig und ist feucht, sind die Wände bereits stark angegriffen oder dringt erkennbar Wasser ein, müssen Sie vor einer Renovierung die Ursachen beseitigen, damit nicht rasch neue Probleme entstehen. Bei älteren Kellern aus Gebäuden vor 1980 ist häufig eine umfassende Sanierung unverzichtbar, falls niemand zwischenzeitlich Maßnahmen wie eine Abdichtung oder eine regelmäßige Ausbesserung vorgenommen hat. Je nach Zustand ist eine Sanierung ein aufwendiges Projekt, bei dem Sie Fachleute benötigen, um zum Beispiel gravierende Schäden der Bausubstanz auszuschließen. Nutzen Sie die Gelegenheit für eine nachträgliche Abdichtung der Wände.

Trockene Umgebung und ausreichende Lüftung

Viele Materialien wie Farbe, Klebstoffe oder Zement trocknen unter den Bedingungen eines Kellers nur langsam. Sie benötigen für eine erfolgreiche Anwendung eine möglichst trockene und warme Umgebung. Unterstützten Sie den Prozess bei ungünstigen Bedingungen durch den Einsatz von temporären Wärmequellen wie Heizlüfter und Luftenfeuchtern.

Eine ausreichende Lüftung beschleunigt nicht allein die Verarbeitung, sondern ist bei einigen Arbeitsschritten aus gesundheitlichen Gründen unverzichtbar. Grundierungen, Farben, Lacke und Versiegelungen dünsten giftige Substanzen aus, die Sie nach außen leiten müssen. Besitzt Ihr Keller nur eine eingeschränkte Belüftung, saugen Sie die Luft zum Beispiel mit einem Kasten- oder Rohrventilator ab. Offene Standventilatoren für den Sommer eignen sich zu diesem Zweck nur eingeschränkt.

Artikelbild: Melissa King/Shutterstock