Eine Mauer kleben – so geht’s

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Wenn an das Errichten einer Mauer gedacht wird, haben die meisten sicherlich ganz klassisch die Arbeit mit dicken Mörtelschichten vor Augen. Doch es geht auch anders. Tatsächlich können Mauern auch geklebt werden. Fachmännisch wird das als Dünnbettverfahren bezeichnet – und wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

Schritt für Schritt Anleitung

Das Kleben einer Mauer ist weder sonderlich schwieriger oder leichter als das klassische Mauern. Da hier aber nur eine ganz dünne Mörtelschicht aufgetragen wird, erscheint das Endergebnis für manch einen als optisch ansprechender. Auch kommt es beim Dünnbettverfahren zur Einsparungen am Arbeitsmaterial, jedoch muss gesagt werden, das die Belastbarkeit der Mauer verringert wird.

Schritt 1: Bereich abstecken

Zunächst müssen Sie den Bereich der zu erstellenden Mauer abstecken. Dazu benötigen Sie Holzpflöcken und eine Richtschnur, die entlang der geplanten Außenkanten verläuft. Verwenden Sie außerdem eine Wasserwaage, um sicherzugehen, dass die Schnur absolut waagerecht gespannt ist.

Schritt 2: Bereich vorbereiten

Um den Bereich für eine neu zu errichtenden Mauer vorzubereiten, müssen einige mehr oder weniger aufwändige Schritte durchlaufen werden:

  • Graben ausheben
  • Untergrund verdichten
  • Mineralgemisch in den Graben einfüllen
  • Beton anmischen
  • Beton in den Graben einfüllen

Schritt 3: Fundament setzen

Mit dem Anmischen des Betons und dem Einfüllen in den Graben, haben Sie bereits mit dem Setzen des Fundaments begonnen. Achten Sie darauf, dass Sie eine sehr glatte und ebene Fundamentoberfläche erhalten – streichen Sie daher den Beton gründlich glatt. Es empfiehlt sich beim Kleben einer Mauer außerdem, eine zwei Zentimeter starke Richtschicht aus Beton für die Glättung aufzubringen.

Schritt 4: Setzen der ersten Steinreihe

Nun verteilen Sie den Mauerkleber in Schlangenlinien auf dem Fundament. Anstatt Mauerkleber können Sie auch Mörtel laut Herstellerangaben verwenden und in einer dünnen Schicht von maximal drei Zentimetern auf dem Fundament verteilen. Da die Schichten des Mörtels so dünn sind, kommt die Arbeit auch damit dem Kleben deutlich näher als dem klassischen Mauern. Ist dieser Grundschicht verteilt, können Sie die erste Steinreihe setzen. Achten sie darauf, dass die Steine höhengleich und in einer Flucht gesetzt werden – klopfen Sie sie Mauersteine dann mit einem Gummihammer vorsichtig und leicht fest.

Schritt 5: Weitere Steine setzen

Nun gehen Sie Reihe für Reihe weiter vor, indem Sie den Kleber auf die Steine auftragen (auch an den Seiten, damit sich die nebeneinanderliegenden Steine miteinander verbinden können) und setzen Sie die Steine um 3/4 bis 1/2 versetzt übereinander an. Bei jeder Steinlage sollten Sie eine Richtschnur und eine Wasserwaage zu Hilfe nehmen, um eine gerade Mauer zu garantieren.

Schritt 6: Mauerabdeckplatte setzen

Um die Mauer vor Feuchtigkeit zu schützen, ist es notwendig am Ende eine Mauerabdeckplatte zu setzen. Die Auswahl hierbei ist groß, ebenso die Art der Verlegungen. Was genau zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Ratgeber.