Das Lärchenholz mit Pflegemitteln behandeln und haltbar machen

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Unbehandeltes Lärchenholz sollte regelmäßig geölt werden

Lärchenholz gehört zu den beliebtesten Hölzern im Außenbau und wird häufig in Fassadenverkleidungen oder beim Terrassenbau verwendet. Mit einer schützenden Oberflächenbehandlung bewahren Sie das Holz vor Verwitterung und Verrottung und haben lange Freude an diesem Naturprodukt.

Pflegebehandlung mit Holzöl

Unlackiertes Lärchenholz sollte in regelmäßige Abständen mit einem speziellen Holzöl behandelt werden. Das Öl schützt vor schädigenden Einflüssen wie Feuchtigkeit, Vermoosung und Pilzbildung. Wenn Sie lackierte Oberflächen ölen möchten, müssen Sie zunächst die Lackschicht komplett abschleifen. Der Aufwand lohnt sich nur bei bereits vorgeschädigter Lackierung, die ohnehin erneuert werden müsste.

Materialliste

  • Wasser
  • Neutraler Seifenreiniger
  • Holzöl für Lärchendielen

Werkzeugliste

  • Besen und Schrubber
  • Bürste
  • Reinigungstücher
  • Weiche Tücher

1. Vorreinigung

Fegen Sie mit Besen oder Bürste sämtliche Blätter, Steinchen und andere lose Verschmutzungen von der Oberfläche im Außenbereich. Hartnäckige Verschmutzungen entfernen Sie mit Schrubber oder Bürste und einer schwachen Seifenlauge. Spülen Sie mit klarem Wasser nach.

2. Trocknen

Lassen Sie das Lärchenholz nach der Reinigung ausreichend lange trocknen. Je nach Wassereinsatz bei der Reinigung kann die Trocknung mehrere Tage dauern. Behandeln Sie das Holz keinesfalls in noch feuchtem Zustand.

3. Holzöl auftragen

Verteilen Sie das Pflegeöl mit einem weichen Lappen gleichmäßig auf der Holzoberfläche. Warten Sie nach dem Verteilen einige Minuten. Nehmen Sie überschüssiges Öl mit einem weichen Tuch von der Oberfläche.

4. Ruhezeit einhalten

Lassen Sie das Lärchenholz nach der Ölbehandlung für mindestens 24 Stunden lang ruhen. Erst danach darf das Holz wieder beansprucht werden.

Ergrautes Lärchenholz

Das für Lärchenholz typische Vergrauen bildet sich im Laufe der Zeit unter Einfluss der UV-Bestrahlung. Davon betroffen sind nicht nur Terrassendielen oder Gartenmöbel. Auch Fußböden aus Lärchenholz verändern ihre Farbe in den Bereichen der Wohnung, in denen sie der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Wer die Grautönung nicht mag, kann durch den Einsatz von Pflegeölen oder Lack die Holzoberfläche gegen UV-Einflüsse wirkungsvoll schützen.

Alternative Behandlung von Lärchenholz

Neben speziellen Hartölen stehen für die Pflege von Lärchenholz Lasuren für den Innen- und Außenbereich zur Verfügung. Lärchenholz können Sie bei Bedarf auch lackieren. Für Einsatzbereiche, die das Holz besonders stark strapazieren, kann Bootslack verwendet werden.

Auch sibirisches Lärchenholz braucht Pflege

Die auffällig vielen positiven Einstufungen der sibirischen Lärche als besonders robustes Holz für den Außenbereich werden von Sachverständigen angezweifelt. Die übertrieben lobenden Einschätzungen beziehen sich demnach auf Beispiele, bei denen Lärche ohne Kontakt zur Erde verbaut wurde. Im Außenbereich gibt es jedoch immer einzelne Bereiche, die durch Bodenkontakt stark belastet werden. Hier ist auch das Lärchenholz gefährdet. Es muss wie jedes andere Holz gepflegt und vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Laut einer Kommentierung von Arnold (DIN 68800 aus dem Jahr 2012) ist es demnach nicht zu rechtfertigen „die Abholzung sibirischer Wälder zu unterstützen“. Zum Schutz der Natur sollten Sie beim Holzkauf stets auf Herkunft und Nachhaltigkeit achten.