Den Holztisch ölen und gleichzeitig verschönern und schützen

holztisch-oelen

Beim Kauf eines Holztischs entscheiden Sie sich zugleich für ein natürliches Material, das besonderen Schutz und Pflege benötigt. Die Oberfläche behandeln Sie mit Holzöl. Dabei bleibt die natürlich gewachsene und einmalige Maserung der Holztischplatte erhalten.

Naturbelassener Holztisch

Holztische aus Massivholz werden in Gasthäusern oder rustikalen Esszimmern nach der Benutzung häufig nur kräftig abgeschrubbt und getrocknet. Mit der Zeit entwickelt sich so eine individuelle Oberfläche. Die sichtbaren Abnutzungsspuren sind dabei ausdrücklich erwünscht. Wenn der Holztisch möglichst lange neuwertig aussehen soll, muss er durch eine Oberflächenbehandlung versiegelt und geschützt werden. Mit Holzöl erzielen Sie in wenigen Schritten gute Ergebnisse.

Materialliste

  • Feinkörniges Schleifpapier
  • Milder Seifenreiniger
  • Wasser
  • Holzöl

Werkzeugliste

  • Schleifkissen
  • Weiche Reinigungsschwämme
  • Fusselfreie Trockentücher
  • Weiche Lappen zum Auftragen

1. Holztisch abschleifen

Alte Wachsschichten oder tief sitzende Verschmutzungen müssen Sie zunächst abschleifen. Verwenden Sie ein feinkörniges Schleifmittel und ein Schleifkissen. Entfernen Sie den Schleifstaub restlos von der Oberfläche.

2. Holz reinigen

Oberflächliche Flecken entfernen Sie mit einem weichen Schwamm und einer milden Seifenlauge. Nach der Reinigung reiben Sie das Holz mit fusselfreien Tüchern trocken.

3.Grundbehandlung

Geben Sie das Holzöl auf einen weichen Lappen. Arbeiten Sie das Öl in das Holz ein. Reiben Sie nur in Richtung der Holzmaserung.

4. Einwirkzeit

Lassen Sie das eingearbeitete Öl 20 Minuten lang einwirken. Bilden sich auf der Holzfläche überschüssige Ölmengen, nehmen Sie diese mit einem weichen Tuch ab.

5. Schlussbehandlung

Lassen Sie den Tisch bis zum nächsten Tag trocknen. Wiederholen Sie die Ölbehandlung. Der zweite Ölauftrag versiegelt die Holzoberfläche. Lassen Sie den Tisch erneut über Nacht trocknen, ehe Sie ihn wieder nutzen.

6. Öltücher sicher aufbewahren

Die mit Öl befeuchteten Tücher können sich bei falscher Lagerung entzünden. Waschen Sie die Tücher daher nach Abschluss der Arbeiten gründlich aus.

Ölbehandlung für die Tischunterseite

Unter dem Tisch ist eine einfache Ölbehandlung ausreichend, da dieser Bereich nicht strapaziert wird. Für Schubladen im Tisch genügt ebenfalls eine Schicht Holzöl. Damit bleibt auch hier das Holz genügend geschützt. Eine zusätzliche Versiegelung gegen Abnutzungserscheinungen ist nicht nötig.

Grobporiges Holz ölen

Bei Holztischen, die aus Kirsche, Eiche oder Nussbaum gefertigt sind, ist die Behandlung mit Holzöl aufgrund der groben Holzporen relativ mühsam. Das Holzöl setzt sich beim Auftragen in die Poren. Beim anschließenden Trocknen tritt es wieder heraus. Es entstehen viele kleine Ölflecken auf der Oberfläche, die Sie abwischen müssen. Dieser Prozess dauert auch über die eigentliche Trocknungszeit hinaus an. Werden die austretenden Öltropfen nicht rechtzeitig bemerkt, trocknen Sie auf der Tischoberfläche fest an und müssen abgeschliffen werden.

Geölten Tisch polieren

Nach dem Ölen können Sie den Tisch auf Glanz polieren. Der geölte Tisch muss zunächst ausreichend lange trocknen. Das Polieren gelingt mit einem weichen Lappen oder mit einer Bürste. Sie können dazu eine Poliermaschine einsetzen oder mit der Hand arbeiten. Bewegen Sie Ihr Werkzeug dabei stets in Richtung der Holzfaser. Zusätzlicher Glanz kann edel wirken. Bei stark gemasertem Holz hebt der Glanz das unregelmäßige Bild im Holz oftmals deutlich hervor.

Holzöl kann unangenehm riechen

Aufgetragenes Holzöl verbreitet nicht nur während der Verarbeitung seinen typischen Geruch. Auch noch lange nach der Trocknung duftet der mit Öl behandelte Tisch. Den oft als lästig empfundenen Ölgeruch können Sie verhindern, indem Sie das Holz nach jeder Behandlung lange trocknen lassen. Auch zwischen Grund- und Schlussbehandlung sollten Sie die Trockenzeit bis zu drei Tage ausdehnen und währenddessen für eine ausreichende Lüftung sorgen.

Holzschutz prüfen

Mit dem Wassertropfentest stellen Sie fest, ob die Holzoberfläche geschützt ist. Dazu tropfen Sie etwas Wasser auf. Dauert es einige Stunden, bis das Wasser einzieht, ist der Schutzfilm noch intakt. Dringt das Wasser schnell ein, muss die Oberfläche neu geölt werden.