Clematis düngen: Zur richtigen Zeit mit dem richtigen Mittel

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Clematis vor allem am Anfang regelmäßig düngen.

Damit die Clematis eine lange und reiche Blütenpracht zeigt, muss sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Denn die wuchsfreudige Kletterpflanze hat schnell alle guten Stoffe für sich aus der Erde gezogen und benötigt Nachschub. Wie viel und wann, erklärt der folgende Ratgeber.

Clematis-Jungpflanzen düngen: So funktionierts

Waldreben gedeihen am optimalsten, wenn sie angemessen gedüngt werden. Die Kletterpflanzen verfügen über einen hohen Nährstoffbedarf, den sie an ihrem ursprünglichen Standort durch den humusreichen Waldboden bekommen. Damit Ihre Clematis auch im eigenen Garten mit genügend Nährstoffen starten kann, lohnt es sich, sie bereits beim Pflanzen mit Dünger zu versorgen.

Beim Pflanzen Ihrer Waldreben sollte eine erste Düngung mit einem natürlichen Düngemittel geschehen: Arbeiten Sie dazu vollständig verrotteten Kompost oder Humus (optional angereichert mit Horn- oder Gesteinsmehl) in das Pflanzenloch Ihrer Jungpflanzen mit ein. Die organischen Materialien sind in der Lage, nach und nach Nährstoffe freizugeben und damit einen kräftigen, vitalen Wuchs der jungen Clematis zu ermöglichen.

Extra-Tipp: Eine Mulchschicht oberhalb des Erdreiches (z.B. aus aus Rindenkompost oder Laub) schützt den empfindlichen Wurzelbereich der durstigen Jungpflanzen vor dem Austrocknen und einem Nährstoffverlust.

Clematis in den ersten Standjahren düngen

Im ersten Standjahr benötigt die Clematis keine weitere Düngung, da sie sonst mit Nährstoffen überbelastet ist und zu schnell in die Höhe schießt, anstatt einen verzweigten Wuchs zu erreichen. Ab dem zweiten Standjahr können Sie mit dem Düngen beginnen und dabei zwei bis drei Düngegaben pro Jahr vornehmen. Vor allem in der Wachstumsphase der Waldreben (im Frühjahr) ist ein guter Zeitpunkt zum Düngen: Hier sollten Sie die Hauptmenge an Nährstoffen verabreichen.

Mineralische Düngemittel können Sie in Form von kali- oder phosphatreichen Volldüngern an Ihrer Kletterpflanze ausbringen. Alternativ können Sie im Fachhandel auch organisch-mineralische Clematisdünger erwerben, welche noch spezieller auf die Pflanzen-Bedürfnisse abgestimmt sind. In der Hauptsache enthalten diese mehr Kalium, welches zu einem gesunden Ausreifen der Clematis-Triebe benötigt wird.

Düngeplan für ältere Clematis-Exemplare

Die Menge der Düngeabgaben hängt zum einen von der Größe der Waldrebe, aber auch von ihrem Alter und dem natürlichen Nähstoffgehalt des Bodens ab. Ein beispielhafter Düngeplan für einen gewöhnlichen, recht nährstoffarmen Gartenboden und eine moderat wachsende Clematis im 5. Standjahr kann folgendermaßen aussehen:

  1. Düngung im zeitigen Frühling (März): 80 gr organisch-mineralischen Dünger oder 40 gr Mehrstoff-Mineraldünger pro Quadratmeter
  2. Düngung im Sommer (Juni – Juli): 60 gr organisch-mineralischen Dünger oder 30 gr Mehrstoff-Mineraldünger pro Quadratmeter
  3. Düngung im Herbst (September – Oktober): 80 gr stickstofffreier Phosphor-Kali-Dünger pro Quadratmeter

Alternativ haben Sie auch immer die Wahl, Ihre Waldrebe rein organisch zu düngen. Dafür arbeiten Sie am besten mit verrottetem Kompost, welcher mit Hornspänen versetzt wurde, sachte in den Boden um die Clematis ein. Dabei sollten Sie so vorsichtig vorgehen, dass die Wurzeln Ihrer Waldrebe nicht beschädigt werden.

Übrigens: Wichtig zu beachten ist, dass Sie mineralischen Dünger weder in zu großen Mengen noch bei anhaltender Trockenheit einsetzen. Zudem sollten Sie es auch vermeiden, dass die empfindlichen Bodentriebe der Clematis mit den kleinen Düngekörnern in Berührung kommen.