Weiße Flecken an der Clematis: Was tun gegen Mehltau?

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Clematis kann an Mehltau leiden.

Sie freuen sich schon darauf, dass Ihre Waldrebe bald prachtvoll zu blühen anfängt. Doch dann entdecken Sie an ihrem Blattwerk eine weißliche Verfärbung: Diese weist auf die Pilzinfektion „Mehltau“ hin. Hier finden Sie Tipps, was Sie dagegen unternehmen können.

Mehltau erkennen: Ursachen & Symptome

Als „Mehltau“ wird eine typische Erkrankung von Zier- und Nutzpflanzen bezeichnet, welche auf eine Pilzinfektion zurückgeht. Sie zeigt sich als weißlich-grauer Belag an der Oberfläche der Blätter. Diese Verfärbungen können sich im Verlauf der Infektion auch auf den Stängel und Blüten bzw. Knospen ausbreiten. Der „falsche Mehltau“ wiederum zeigt sich lediglich an der Unterseite des Blattwerks.

Die Hauptursachen für die Pilzinfektion sind eine zu hohe Luftfeuchtigkeit und dauerhaft warme Temperaturen. Achten Sie daher bei der Kultivierung Ihrer Clematis unbedingt auf einen halbschattigen Standort, an welchem die Luft gut zirkulieren kann. In geschlossenen Räumen können Waldreben weniger gut überleben.

Übrigens: Eine seltenere Ursache können Pflanzen sein, die in der unmittelbaren Umgebung der Clematis wachsen und den Mehltau-Befall auf die Kletterpflanze übertragen haben.

Mehltau behandeln: Anwendungsvorschläge

Um die Pilzsporen von Ihrer Pflanze zu vertreiben, können Sie mit einem Hausmittel den Mehltau bekämpfen: In Frischmilch sind viele nützliche Mikroorganismen enthalten, die antifungizid wirken. Während das in der Milch enthaltende „Lecithin“ gegen die Erkrankung wirkt, stärkt „Natriumphosphat“ das Immunsystem der Waldrebe.

So sollte eine Behandlung mit Frischmilch ablaufen:

  • 900 ml Wasser mit 100 ml frischer Milch (nicht homogenisiert oder pasteurisiert) mischen.
  • Zugabe eines Spritzers Spülmittels für eine bessere Haftung am Blattwerk.
  • Gemisch alle drei Tage sowohl auf der Ober- als auch Unterseite befallener Blätter auftragen.

Haben Sie keine Frischmilch zu Hand, können Sie das Blattwerk auch mit Mole besprühen. Alternativ hilft zudem auch ein Gemisch aus Rapsöl, Backpulver und Wasser: Geben Sie dazu auf 1 Liter Wasser ein Päkchen Backpulver und einen Esslöffel Rapsöl und vermischen die Zutaten zu einer Masse.

Prävention gegen Mehltau: Ein gut bewährter Tipp

Neben der Wahl eines guten Standorts können Sie dem Mehltau auch vorbeugend entgegenkommen, indem Sie Ihre Clematis neben Pflanzen wie den Schnittlauchn, Knoblau oder Kerbel kultivieren. Die Dämpfe dieser Nutzpflanzen haben den Effekt, dass die Pilzinfektion gar nicht erst entstehen kann.