Damit keine Feuchtigkeit eindringt – Mauerwerk richtig versiegeln

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Eine Versiegelung schützt die Wand vor Feuchtigkeit

Ob für die Gesundheit oder die Statik, wird eine Mauer von Innen feucht, dann stellt dies ein großes Risiko dar. Daher ist es sinnvoll, ein Mauerwerk das gefährdet sein könnte, zu versiegeln. Wie Sie hierbei richtig vorgehen, erklärt Ihnen der folgende Artikel.

Kalksandstein ist gefährdet

Im Gegensatz zu Ziegel- oder Sichtmauerwerk sowie Klinkerfassaden ist eine Kalksandsteinmauer immer von eindringender Feuchtigkeit gefährdet. Denn die Steine besitzen ein hohes Aufnahmevermögen von Wasser. In der Regel werden die Steine daher ab Werk bereits wasserdicht geliefert. Mit der Zeit lässt dieser Schutz jedoch nach und das Versiegeln einer Mauer aus Kalksandstein ist daher sinnvoll.

Mit Wasserglas versiegeln

Wenn Sie einen Experten fragen, dann wird Ihnen dieser wahrscheinlich zur Versiegelung mit Wasserglas raten. Denn hierbei handelt es sich nicht nur um ein bewährtes Versiegelungsmittel. Auch ein Brandschutz wird hiermit gewährleistet. Doch Wasserglas ist nicht gleich Wasserglas:

  • für Versiegelung immer Kaliwasserglas nutzen
  • Natronwasserglas und Lithiumwasserglas nicht als Feuchtigkeitsschutz verwenden
  • eignen sich hierfür nicht

Für alle Arten von verarbeiteten Steinen kann das Wasserglas eingesetzt werden, das sich auch zur Abdichtung von Beton eignet. Durch die Verkieselung in den Poren der Steine werden diese gegen eindringende Feuchtigkeit versiegelt.

Richtig versiegeln

Wenn Sie für das Versiegeln der Mauer Wasserglas nutzen, dann müssen dieses bereits flüssige Mittel zusätzlich noch verdünnen. Der Grad hierbei wird nach der Saugfähigkeit des jeweiligen Mauerwerks gewählt. Hierbei sollten Sie auf die Herstellerangaben achten, damit Sie das richtige Mischverhältnis erhalten. Dann werden zwischen 0,12 und 0,38 l pro m² Fläche auf der Mauer aufgetragen. Hierbei sollten Sie noch die folgenden Punkte beachten:

  • möglichst transparente Versiegelung wählen
  • Versiegelungen mit hoher Dichte nutzen
  • kleine Flächen mit Farbrolle bearbeiten
  • größere Fläche mit einem Quast
  • alternativ die Versiegelung großflächig aufspritzen
  • Fugen müssen danach mit Quast eingearbeitet werden
  • Wand vor Versiegelung reinigen
  • sonst später Flecken und Verunreinigungen zu sehen
  • etwa alle drei Jahre die Versiegelung wiederholen