Mit Kalksandstein mauern – so ziehen Sie die Wand schnell hoch

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Soll das Grundstück mit einer Mauer begrenzt oder ein Sichtschutz zum Nachbarn erstellt werden, dann geht dies in der Regel schnell und einfach mit Kalksandstein. Wie Sie eine Kalksandsteinmauer idealerweise mauern, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Genehmigung vom Bauamt

Unerheblich an welcher Stelle Sie auf Ihrem Grundstück eine Mauer aus Kalksandstein errichten möchten, Sie müssen diese bei dem zuständigen Bauamt in Bezug auf Höhe und Grenzverlauf genehmigen lassen. Zudem sollten Sie auch Ihren Nachbarn informieren, wenn die Mauer auf der Grundstücksgrenze gebaut werden soll. Erfolgt keine Genehmigung oder haben Sie den Grenzverlauf nicht korrekt eingehalten, kann dies zur Forderung des Abrisses führen. Daher ist es besser, dieses vor dem Bau abzuklären.

Erstellen der Mauer

Nachdem Sie sich für Kalksandstein entschieden haben, müssen Sie die benötigten Quadratmeter ermitteln und entsprechend die Menge an benötigten Steinen besorgen. Dann kann es an die weitere Planung und schließlich den Bau der Mauer gehen.

Benötigtes Werkzeug und Materialien

Bevor Sie mit dem Bau der Mauer beginnen können, müssen Sie sich die benötigten Materialien und Werkzeuge besorgen. Denn es wird weit mehr benötigt, als nur die Mauersteine aus Kalksandstein. So sollten Sie sich das Folgende bereitlegen:

  • Rührquirl und Bohrmaschine
  • Zollstock, alternativ Bandmaß
  • Wasserwaage
  • Fäustel (Werkzeug zum Abklopfen der Mauersteine)
  • Fugeisen und Fugblech
  • Maurerkelle
  • Holzlatte als Meterstab
  • Senklot
  • Fugenmasse
  • Trockenmischung für Fundament
  • Wasserschlauch mit Anschluss

Fundament erstellen

Jede Mauer, sei Sie auch noch so niedrig, sollte ein Fundament erhalten. Wird eine Trennwand zum Nachbarn erstellt, dann reicht hier eine Trockenmischung vollkommen aus. Diese wird dann nur noch mit Wasser angerührt. Bei dem Erstellen des Fundaments sollten Sie wie folgt vorgehen:

  • Fundamentgraben ausschachten
  • bei Gartenmauern Tiefe von 30 cm bis 40 cm
  • bei Gebäudemauern eine Tiefe von mindestens 80 cm
  • mit Wasserwaage arbeiten
  • angerührte Trockenmischung einfüllen
  • glatt mit Maurerkelle abziehen
  • etwa eine Woche trocknen lassen
  • täglich mit Schlauch wässern

Mauer ziehen

Nachdem das Fundament getrocknet ist, kann die Mauer gebaut werden. Die Arbeit beginnt mit dem Auftragen einer dicken Mörtelschicht auf dem Fundament. Danach setzen Sie jeweils am Anfang und Ende des Fundaments einen Kalksandstein. Ein vorheriges Messen der Stein- und der Fundamentlänge ist hierbei von Vorteil. Gegebenenfalls muss einer der beiden Steine gekürzt werden, damit es passt. Die Steine mit der Wasserwaage ausrichten und eine Schnur von einem Stein zum anderen spannen. Entlang dieser Schnur werden die weiteren Steine gesetzt, die Seiten der Steine werden hierbei mit Mörtel bestrichen. Bei jeder einzelnen Steinschicht wird nun in gleicher Weise verfahren.

Damit die Steine in den verschiedenen Reihen nicht alle gleich aufeinander sitzen, wird der gekürzte Stein in der ersten Reihe links und in der nächsten Reihe dann rechts verbaut. So erhalten Sie eine Mauer, in der die senkrechten Fugen versetzt angelegt sind. Mit dem Fäustel können Sie die Kalksandsteine in die gewünschte Position klopfen. Mit dem Senklot sollten Sie zwischendurch immer messen, ob die Mauer gerade nach oben gebaut wird.

Artikelbild: Dmitry Kalinovsky/Shutterstock