Marmor schneiden – Darauf müssen Sie achten

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Da Marmor ein besonders weicher Naturstein ist, kann es beim Schneiden schwierig werden, saubere Schnittkanten zu erhalten. Welche drei Möglichkeiten für das Schneiden von Marmor infrage kommen und worauf dabei geachtet werden muss, haben wir Ihnen in diesem Artikel kurz zusammengefasst.

Marmor lässt sich nicht wie andere Fliesen anritzen

Wer Natursteine im Baumarkt oder im Fachhandel erwirbt, stößt oftmals auf ein bekanntes Problem: Der Baustoff wird nur in üblichen Formaten (beispielsweise 40×30 oder 80×30 Zentimeter) angeboten, was für Ihren Zweck allerdings nicht die richtige Größe ist. Als Konsequenz bleibt zumeist übrig, dass die Platten bzw. Steine zugeschnitten werden müssen. Vor allem bei dem besonders weichen Naturstein Marmor ist dies allerdings nicht so einfach.

Marmor wird bei der Gewinnung von speziellen Wasserstrahlmaschinen in Blöcke zurechtgeschnitten. Diese Vorgehensweise ergibt sich vor allem daraus, dass anderweitige Schneidvorgänge ein weniger sauberes Ergebnis erzeugen, weil normale Sägeblätter im weichen Marmor nur ungenau arbeiten und die Schnittkanten potentiell verunstalten könnten. Vor allem bei sichtbaren Kanten (wie etwa bei Treppenverkleidungen oder Fliesen aus Marmor) ließe sich dieser optische Fehler durch die Fugen nur schwer kaschieren.

Diese drei Möglichkeiten gibt es zum Schneiden von Marmor

In der privaten Verarbeitung von Marmor ist es natürlich nicht möglich, auf eine dieser industriellen Wasserstrahlmaschinen zurückzugreifen. Daher müssen andere Vorgehensweisen zum Einsatz kommen, die statt des Anritzens und Brechens bei normalen Fliesen oder dem Sägen bei anderen Steinplatten eingesetzt werden können. Generell kann hier in drei Vorgehensweisen zum Schneiden von Marmor unterschieden werden:

  • Verwendung einer Flex samt Diamantscheiben;
  • Verwendung eines Nassschneidetisches; oder
  • Beauftragung eines Steinmetzes.

Die letzte Möglichkeit stellt dabei die beste Variante dar, wenn ein besonders sauberes Ergebnis erzielt werden soll – allerdings ist dies auch die teuerste Option. Vor allem dann, wenn Sie selbst unerfahren im Umgang mit Marmor sind, kann sich hier der Vergleich von Preis und Leistung aber stark lohnen.

Marmor mit einer Flex schneiden

Zum Schneiden von Marmor mit einer Flex müssen auf harte Diamantscheiben zurückgegriffen werden, die zumeist nicht sehr lange halten und pro Scheibe etwa 100 Euro kosten, was diese Vorgehensweise ebenfalls teuer macht. Außerdem können mit der Flex nur moderate Ergebnisse erzielt werden, da auch hier saubere Schnittkanten fast unmöglich sind.

Führen Sie vor Beginn des tatsächlichen Schneidens Testschnitte durch, um mit dem Materialwiderstand vertraut zu werden. Achten Sie außerdem darauf, die Schnittkanten durchgehend mit Wasser zu kühlen, während Sie den Marmor mit der Flex bearbeiten. Setzen Sie die Flex etwa alle 10 bis 20 Zentimeter ab, um wieder Kräfte zu sammeln und die Schnittkante kurz abkühlen zu lassen.

Marmor mit einem Nassschneidetisch schneiden

Die bessere Option stellt zumeist stattdessen die Verwendung eines Nassschneidetisches dar. Dieser ist in vielen Baumärkten und Fachgeschäften zur Miete erhältlich und liefert bessere Ergebnisse in Bezug auf die Schnittkante. Aber auch hier ist die Verwendung der teuren Diamantscheiben unabdingbar. Gehen Sie beim Schneiden von Marmor wie folgt vor:

  • Füllen Sie die Wanne mit kaltem Wasser, bis die Wasserpumpe vollständig geflutet ist;
  • Richten Sie den Trennschneider entsprechend der gewünschten Maße aus und fixieren Sie ihn;
  • Nehmen Sie nun das Schneiden des Marmors mit Diamantscheiben vor.