Abdichtung einer Loggia – Alle Infos im Detail

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Wenn es um die Abdichtung einer Loggia geht, greifen nicht die gleichen Regeln wie für einen Balkon – stattdessen gelten Vorschriften, wie sie auch bei Flachdächern vorgegeben sind. Was das im Detail bedeutet, haben wir Ihnen in diesem Artikel kurz zusammengefasst.

Eigenschaften einer Loggia

Obwohl eine Loggia einem Balkon nicht unähnlich sieht, trennen die beiden bautechnisch Welten. So gibt es nicht nur Unterschiede bezüglich der Verankerung, sondern auch hinsichtlich der Abdichtung – welche bei einer Loggia deutlich komplizierter ausfällt. Das liegt an mehreren Eigenschaften, die diese bauliche Struktur mit sich bringt:

  • Position „im Inneren“ eines Gebäudes;
  • Lage über einem geheizten Geschoss; und
  • Lage unter einem geheizten Geschoss.

Es gelten Bedingungen wie für Flachdächer

Dadurch ergibt sich, dass Loggien der Konstruktion von Flachdächern nicht unähnlich sind, weshalb sie auch baurechtlich einige Regeln teilen. So kann generell gesagt werden, dass bei der Errichtung die gleichen Bedingungen wie bei der Errichtung eines Flachdachs eingehalten werden müssen. Dabei handelt es sich um die folgenden:

  • Mindestgefälle von 2%;
  • Wasserdichter Bodenaufbau;
  • Abwasserableitung; sowie
  • Schichtenaufbau.

Übrigens: Ausgenommen von den Flachdachrichtlinien sind hingegen Loggien, die vollverglast errichtet werden. Diese werden als Innenräume gezählt, weshalb die komplexe Abdichtung des Bodens etwas erleichtert wird.

Details zum Schichtenaufbau

Auch der zwingend vorgeschriebene Schichtenaufbau entspricht jenem, der für Flachdächer gilt. Im Detail besteht er aus mehreren Schichten, die – in der Reihenfolge von der untersten zur obersten Schicht – wie folgt aussehen:

  • Unterkonstruktion: Zuerst kommt das Gerüst, welches die Loggia in Position hält und Form sowie Größe bestimmt;
  • Trennlage: Darüber befindet sich ein Bitumenanstrich sowie oftmals eine Trennlage, die die Entstehung von Kondensationsflüssigkeit verhindert und geräuschdämmend wirkt;
  • Dampfsperre: Diese Schicht verhindert, dass Wasserdampf die Dämmung erreichen kann;
  • Wärmedämmung: Die Wärmedämmung trägt zur Isolierung der Loggia bei und besteht zumeist aus mineralischer Wolle, die eine Schicht von mindestens 16 Zentimetern bildet;
  • Dachabdichtungen: Darauf folgen Dachabdichtungen, die im Regelfall zwei Schichten ausmachen (erste Lage sowie Oberlage);
  • Bodenaufbau: Schließlich kommt noch der Bodenaufbau der Loggia hinzu. Mehr Details zu diesem Thema finden Sie hier.

Zusätzliche Abdichtungen einer Loggia

Neben den Flachdachrichtlinien muss bei einer Loggia schließlich noch sichergestellt werden, dass auch die Abdichtung zur Innenwand des Hauses sowie die Abdichtung bezüglich der Terrassentür allen gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Hier gelten mitunter noch weitere Auflagen.