Gabionen selber bauen – so können Sie die Gitterkörbe selber bauen

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Verzinkte Drahtmatten können in einen Gabionenkorb verwandelt werden

Gabionen werden in den hiesigen Gärten immer beliebter. Die Gitterkörbe sind im Handel bereits fertig erhältlich und müssen dann nur noch zusammengebaut werden. Aber auch selbst bauen ist vielleicht eine Alternative. Der folgende Artikel erklärt Ihnen, wie es geht.

Vormontierte Körbe nutzen

Im Handel können Sie verschiedene Modelle von bereits vormontierten Gabionenkörben erwerben, die nach dem Aufstellen nur noch mit den gewünschten Steinen befüllt werden müssen. Die Körbe besitzen einen Deckel, der für das Befüllen nur aufgeklappt und danach wieder geschlossen werden muss. Der Vorteil der vormontierten Gabionenkörbe liegt hier vor allem in der Sicherheit, denn die Verbindungen zwischen den Einzelteilen sind dauerhaft stabil. Wollen Sie die Körbe selber bauen, müssen Sie auf diese Stabilität aus Sicherheitsgründen unbedingt achten.

-Gabionen, die Sie selbst aufbauen können

Ebenfalls werden im Handel Gabionenkörbe angeboten, die in Teilen geliefert werden und dann von Ihnen selbst zusammengebaut werden müssen. Hierbei verbinden Sie die einzeln gelieferten Drahtmatten mit Hilfe von ebenfalls mitgelieferten Drahtverbindungen zu den Körben. Sie sollten immer genau nach Anleitung der verschiedenen Hersteller vorgehen, damit auch diese Gabionenkörbe die absolute Sicherheit und Stabilität erhalten. Der Vorteil dieser Elemente ist, dass Sie sich die Maße selbst zusammenstellen können. So können Sie sich hier individuell für das Folgende entscheiden:

  • Breite
  • Höhe
  • Länge
  • eines jeden einzelnen Elementes
  • sowie die Maschenweite (normalerweise bei 5 x 10 cm oder 5 x 5 cm)

Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, denn nicht jede Kombination ist möglich. Dies hängt vor allem auch von der späteren Stabilität sowie der Maschenweite ab, die sich auch dem später gewählten Material zum Füllen anpassen muss.

Gabione selbst bauen

Wenn Ihre individuellen Wünsche nicht mit den Fertigbauteilen der Hersteller übereinstimmen, dann können Sie die Gabionenkörbe natürlich auch selbst bauen. Meistens handelt es sich hierbei jedoch um eine Mehrarbeit, die sich nicht lohnt. Daher sollten Sie vor dem selber bauen immer noch einmal die Angebote der verschiedenen Händler überdenken, ob Sie mit diesen nicht eventuell doch klar kommen, wenn Sie Ihr eigenes Konzept nochmals überdenken und ein wenig abändern. So müssen Sie beim selbst bauen auf das Folgende unbedingt achten:

  • verzinkte Drahtmatten können Sie im Handel in verschiedenen Größen bestellen
  • diese müssen Sie dann entsprechend selbst zuschneiden
  • die Ränder müssen danach bearbeitet werden
  • hier muss eine stabile Verbindung geschaffen werden
  • in der Praxis sehr schwer durchführbar
  • sie benötigen hierfür ein gewisses Know-How

Doppelstabmatten als Zaun ist möglich

Wenn Sie jedoch einen Gabionenzaun errichten möchten, dann kann es billiger werden, wenn Sie hierfür nicht die vorgefertigten Gabionen nutzen. Denn gerade bei der Errichtung eines Zaunes können Sie ein wenig Geld einsparen, wenn Sie diesen selber bauen. Hierfür gehen Sie wie folgt vor:

  • vorgefertigte Doppelstabmatten verwenden
  • paarweise setzen
  • einen Zwischenraum lassen
  • diesen mit den gewünschten Steinen füllen
  • in regelmäßigen Abständen werden Pfosten gesetzt
  • so werden keine Körbe genutzt
  • sondern nur zwei Parallelen aus Doppelstabmatten

In Einzelfällen kann ein solcher selbst gebauter Zaun günstiger sein. So zahlen Sie für eine Doppelstabmatte in einer Größe von 250 x 65 Zentimeter zwischen 25,00 und 30,00 Euro im Baumarkt. Für einen Meter Gabionenzaun hingegen zahlen Sie bereits 25,00 Euro, was bei 2,5 Meter einen Betrag von 62,50 Euro nur für die Gabionen ohne Füllung und Pfosten ausmachen würde. Zwei Doppelstabmatten auf gleicher Länge kosten hingegen zwischen 50,00 und 60,00 Euro. Je länger Sie daher einen solchen Zaun planen, desto eher sollten Sie über den Eigenbau mit Doppelstabmatten nachdenken.

Gabionenzaun befüllen

Die Art der Befüllung bleibt ganz Ihnen überlassen, wobei Sie immer auf die Maschendrahtgröße achten müssen. Gerade, wenn Sie Schotter einfüllen möchten, dann sollten die kleinsten Teile hier immer noch größer sein, als das Maschendrahtloch. Ansonsten würden die kleinen Steine schnell wieder nach Außen gelangen. Bevor Sie auffüllen, sollten Sie Abstandhalter, wie sie auch bei den gekauften Gabionenkörben üblich sind, zwischen den beiden Reihen platzieren. So kann es beim Befüllen mit den schweren Steinen nicht zur einer Verformung der Doppelstabmatten nach Außen kommen. Zudem müssen Sie beachten, dass die Gabionen in der Waage stehen, ist dies nicht der Fall, dürfen Sie aufgrund der Sicherheit und fehlender Stabilität gar nicht erst befüllt werden.

Mögliche Befüllmaterialien

Zwischen die beiden Zaunelementen können Sie nun verschiedene Materialien einfüllen. Hierbei können Sie ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack Natursteine, Bauschutt, Glassteine, die von Innen sogar beleuchtet werden können und vieles anderes einfüllen.

Stabilität des Zaunes ist wichtig

Wie auch bei den Gabionenkörben ist es auch beim Zaun wichtig, auf die Stabilität zu achten. Bei sehr schweren Füllmaterialien können Sie daher noch weitere Abstandshalter mit einbringen, damit das Drahtgeflecht sich nicht nach Außen biegt. Zudem müssen Sie auch hier über ein geeignetes Fundament nachdenken, das Sie als erstes errichten müssen. Neben der Verankerung durch die Pfosten können Sie auch ein durchgehendes Betonfundament oder ein Kiesbett anlegen. Bei leichten Gabionen reichen aber auch alte Gehweg- oder Betonplatten als Fundament durchaus aus. Das Fundament ist immer abhängig von der Tiefe und der Höhe einer Gabione.