Ein transparenter Windschutz für den Balkon – So geht es!

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Plexiglas ist ein preiswerter transparenter Windschutz

Besitzen Sie eine schöne Aussicht von ihrem Balkon, wäre es schade, diesen mit einem blickdichten Windschutz zu „verbauen“. Glücklicherweise gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für einen transparenten Schutz in allen Richtungen.

Transparenter Windschutz auf dem Balkon – geeignete Materialien

Durch einen transparenten Windschutz behalten Sie den vollen Überblick und die Fassade ändert sich optisch nur geringfügig. Gerade bei Einfamilienhäusern oder einem einzigen Balkon auf einer Etage sprechen kaum Argumente für einen seitlichen Sichtschutz. Grundsätzlich bieten sich für einen durchsichtigen Schutz drei verschiedene Alternativen an, die jeweils eigene Vor- und Nachteile aufweisen:

  • Glasplatten
  • Kunststoff, zum Beispiel Acrylglas
  • Transparente, reißfeste Folien

Voraussetzungen für die Montage

Nicht alles, was möglich ist, ist erlaubt. Bei einem Windschutz, der über die Brüstung hinausgeht, benötigen Sie in jedem Fall das Einverständnis des Eigentümers und müssen Vorgaben des lokalen Bebauungsplans berücksichtigen. Bei Mehrfamilienhäusern ist häufig eine einheitliche Fassadengestaltung vorgeschrieben, die eine Installation auf einem einzelnen Balkon verbietet. In einer Eigentümergemeinschaft besitzen die Mitglieder ein Vetorecht gegen einen Umbau – holen Sie sich deshalb eine schriftliche Genehmigung von sämtlichen Parteien ein.

Auch rechtlich müssen Sie bestimmte Auflagen beachten. Eine permanente Verankerung stellt in der Regel einen Eingriff in die Bausubstanz dar, den Sie bei dem lokalen Bauamt anmelden müssen. Berücksichtigen Sie bei den Haltepunkten, dass diese nicht wichtige Elemente wie die Wärmedämmung oder die wasserdichte Versiegelung des Balkonbodens beschädigen.

Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien

Stimmen alle beteiligten Instanzen Ihrem Projekt zu, können Sie sich konkrete Gedanken über den Umbau machen. Wichtige Faktoren sind Kosten, Aufwand bei der Verarbeitung und Materialeigenschaften wie Bruchfestigkeit oder Beständigkeit gegen Witterung.

Glas

Auf den ersten Blick bietet sich Glas optimal an, besitzt jedoch auch einige Einschränkungen. Es ist unempfindlich gegen Witterung, leider aber auch spröde und besitzt eine hohe Bruchgefahr. Auf einem ungeschützten Balkon treten heftige Windböen auf, die die Belastung eines herkömmlichen Fensterglases übersteigen. Sie benötigen deshalb entweder spezielles Sicherheitsglas oder Platten mit einer Dicke von mehr als 10 Millimetern, die Sie zusätzlich mit einer Folie beschichten sollten.

Beide Varianten weisen ab einer gewissen Größe ein relativ hohes Gewicht auf, das bei einem großen und selbsttragenden Balkon unter Umständen statische Probleme verursacht. Die Verarbeitung ist aufwendig und ein individueller Zuschnitt nicht ohne Weiteres möglich. Das verursacht neben hohen Material- zusätzliche Arbeitskosten.

Kunststoff

Bei den meisten Projekten empfiehlt sich transparenter Kunststoff, der positive Merkmale wie hohe Bruchfestigkeit, niedriges Gewicht und geringe Kosten miteinander verbindet. Die Platten können Sie selbst zuschneiden und das Material eignet sich auch für einen mobilen Windschutz wie eine Stellwand. Allerdings besitzt Kunststoff eine niedrigere Beständigkeit gegen die Witterung und neigt schneller zu einer dauerhaften Trübung.

Reißfeste Folien

Folien stellen eine günstige Alternative bei einem Windschutz mit geringer Fläche dar – für eine weiträumige Anwendung besitzen sie ohne zusätzliche Stützelemente nicht die notwendige Reißfestigkeit. Dafür sind sie kostengünstig und Sie können sie komfortabel und schnell anbringen. Besonders eignen sie sich für einen transparenten Windschutz mit der Höhe des Geländers – hier nutzen Sie diesen als verstärkende Struktur und befestigen die Folie mit Ösen und Schlaufen, Kabelbindern oder Karabinerhaken.