Holz mit Acrylfarben streichen und bemalen

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Acrylfarbe hält am besten auf rauem Holz

Bei Acrylfarbe handelt es sich um eine Farbe, die längst nicht mehr nur bei Künstlern beliebt ist. Acrylfarbe lässt sich nahezu überall einsetzen, auf Glas, Styropor, Beton und natürlich auch auf Holz. Warum sich die Farbe gerade auf Holz besonders gut eignet und was Sie beachten müssen, erfahren Sie in unserem folgenden Ratgeber.

Holz und Acrylfarben, eine beliebte Kombination

Der Trend geht heutzutage zurück zum Natürlichen, entsprechend ist Holz – egal, ob als Möbelstück oder zum Verkleiden von Wänden – ein sehr beliebtes Material beim Hausbau, bei Renovierungen und bei der Innenraumgestaltung. Doch manchmal möchte der eine oder andere das Holz in einer anderen Farbe haben oder mit bunten Akzenten versehen. Da eignet sich die Acrylfarbe sehr gut, denn sie bietet einige Vorteile:

  • kurze Trockenzeit
  • kein Verschmieren der Farbe
  • hohe Deckkraft
  • haftet sehr gut auf Holz

Entsprechend einfach ist es, Holz mit Acrylfarben zu bemalen. Dabei können Sie frei entscheiden, ob Sie gleich eine ganze Fläche streichen oder kleine Gemälde auf das Holz malen möchten. Wenn Sie übrigens statt eines herkömmlichen Bildes mit einem Holzbild die Wände verschönern möchten, bietet sich das Verwenden einer Spanplatte, einer Tischlerplatte oder einer Malplatte an. Vor allem letztere bedarf keiner weiteren Vorbereitung, sondern ist meist schon weiß grundiert oder mit einem grundierten Baumwollgewebe bespannt.

Vorbereitung von Holz

Worauf Sie bei dem Bemalen zunächst achten müssen, ist auf die Trockenheit des Holzes. Dieses darf keinesfalls feucht sein, wenn Sie Acrylfarben darauf anwenden möchten. Des Weiteren sollten Sie anschließend Schritt für Schritt verfahren.

Anrauen

Acrylfarbe kann recht gut auf sämtlichen Materialien und somit auch auf glatten Oberflächen haften. Dennoch ist es vorteilhaft, den hölzernen Grund etwas anzurauen, falls es sich um eine sehr glatte Fläche handelt. Dazu können Sie Schmirgelpapier benutzen, mit dem Sie einfach ein- bis zweimal über die zu bemalende Fläche gehen.

Säubern

Ebenfalls wichtig für die Haftung der Farbe ist ein sauberer Untergrund. Vor allem dann, wenn Sie das Holz im Vorfeld angeraut haben, sollten Sie die Fläche mit einem feuchten Tuch von Staub, Schmutzpartikeln, Fett und Spänen reinigen.

Grundierung

Das Holz sollte immer grundiert werden. Denn Holz hat die Eigenschaft, die verwendete Farbe schnell und stark aufzusagen, was letztendlich das Farbergebnis negativ beeinflussen würde. Auch glatte Holzoberflächen sollten vorab grundiert werden, da sonst die Acrylfarbe nicht genügend Halt finden kann. Welche Grundierung dabei verwendet wird, hängt von der Beschaffenheit des Holzes ab.

  • Holz mit Maserungen oder älteres Holz grundieren Sie am besten mit einer Vorstreichfarbe, wodurch Farbunterschiede bereits ausgeglichen werden. Auch verharzte Stellen und Astlöcher werden auf diese Weise optimal verdeckt.
  • Bei glatte Holzoberflächen verwenden Sie möglichst eine vorgetönte Grundierung für Acrylfarben.

Ansonsten empfiehlt sich generell bei Holz, das mit Acrylfarben behandelt werden soll, der Holzisoliergrund auf Acrylbasis.

Das Bemalen von Holz

Ist die Grundierung getrocknet, können Sie mit dem Streichen oder Malen beginnen. Je nachdem, welches Ergebnis Sie erzielen möchten, können Sie die Farbe ruhig dick oder in mehreren Schichten auftragen.
Eine weitere Möglichkeit bietet das Bemalen in Form einer Lasur. Zum Lasieren verdünnen Sie die Acrylfarbe stark mit Wasser und tragen die Farbe ganz dünn auf. Auf diese Weise ist es möglich, dünne und transparente Farbschichten zu erzielen. Auch können Sie mehrere farblich unterschiedliche Schichten miteinander verbinden und dadurch eine besondere Brillanz und Tiefe erzielen. Bei dieser Technik handelt es sich um eine sehr beliebte Technik der Acrylmalerei, die nicht nur auf Leinwänden, sondern ebenfalls auf Holz besonders zur Geltung kommt.

Das Versiegeln

Acrylfarbe verfügen über die Eigenschaft nach dem Trocknen einen festen Film zu bilden, der völlig wasserundurchlässig ist. Somit dient die Farbe selbst bereits als Schutz für sich selbst und für das darunter liegende Material. Dennoch empfiehlt es sich in einigen Fällen auch Acrylfarbe zu versiegeln.
Vor allem, wenn Sie auf die Lasurtechnik zurückgegriffen haben, sollten Sie auf das Versiegeln nicht verzichten. Da es sich beim Lasieren um eine sehr dünne Farbschicht handelt, ist diese entsprechend weniger geschützt – eine Lasur führt dazu, dass die Farbe keinen Schaden erhält. Bei der Wahl der Lasur sollten Sie darauf achten, dass es sich um ein transparentes oder halbtransparentes Produkt handelt, damit die Farben darunter weiterhin erkennbar bleiben.