Waschmaschine zieht kein Wasser – Probleme und ihre Lösung

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Nur wenige Waschmaschinen besitzen eine eigene Pumpe für das Frischwasser, sie nutzen stattdessen den Druck der Leitung. Zieht eine Waschmaschine kein Wasser mehr, ist deshalb zunächst hier die Ursache zu vermuten. Es kommen jedoch noch zahlreiche weitere Auslöser in Betracht.

Waschmaschine zieht kein Wasser: Mögliche Fehlerquellen

Die Wasserversorgung einer Waschmaschine besteht aus einem Schlauch- und Rohrsystem, in dem Magnetventile die einzelnen Zuflüsse öffnen oder schließen. Zieht ein Gerät auf einmal kein Wasser mehr, liegt innerhalb dieses Mechanismus ein Fehler vor, der den Durchfluss verhindert. Theoretisch kann das Wasser an jedem Punkt zwischen dem Anschluss und der Trommel stoppen. In der Praxis sind dafür fast ausschließlich einige bestimmte Bauteile verantwortlich:

  • Wasserhahn nicht oder nicht ausreichend geöffnet
  • Tür nicht geschlossen oder Sensor defekt
  • Aktivierter AquaStop-Schlauch
  • Verdrecktes Zulaufsieb am Anschluss
  • Wasser in der Überlaufwanne oder dem Gehäuse
  • Magnetventil öffnet nicht
  • Verstopfte Luftfalle oder beschädigter Drucksensor
  • Abfluss verstopft
  • Laugenpumpe defekt

Verstopfungen innerhalb des Zulaufs sind hingegen sehr selten, da üblicherweise ein Sieb am Ende des Eingangsschlauchs das Wasser filtert.

Externe Fehler: Waschmaschine erhält kein Wasser

Um mögliche Gründe durch die Wasserversorgung auszuschließen, sollten Sie diese als Erstes überprüfen. Schließen Sie den Zulauf und schrauben Sie den Verbindungsschlauch ab. Überprüfen Sie anschließend, ob ausreichend Wasser aus dem Hahn fließt. Für eine ordnungsgemäße Funktion benötigt eine Waschmaschine einen Wasserdruck, der eine Fließgeschwindigkeit von etwa 20 Litern pro Minute ermöglicht. Füllt sich ein Eimer mit 10 Liter in weniger als 30 Sekunden, ist der Zulauf in Ordnung.

Heute gehört bei den meisten Geräten ein AquaStop-Schlauch zum Standard. Dieser schaltet die Wasserversorgung automatisch ab, wenn er ein Leck erkennt. Gerade bei älteren Schläuchen kommt es mitunter zu Fehldiagnosen. Eine exakte Überprüfung ist von außen nur begrenzt möglich – beim Einschalten geben funktionstüchtige Schläuche ein leises Summen ab. Um diesen definitiv als Quelle ausschließen zu können, testen Sie die Maschine unabhängig mit einem anderen Schlauch oder den Schlauch an einem anderen Gerät.

In der Schraubverbindung zwischen Schlauch und Waschmaschine befindet sich ein kleines Sieb, das Fremdkörper aufhalten soll. Es ist möglich, dass Sand oder Kalk deren Öffnungen blockiert. Entnehmen Sie den Filter und überprüfen Sie ihn auf Verunreinigungen.

Waschmaschine zieht kein Wasser

Können Sie alle möglichen Ursachen im Zulauf ausschließen, blockiert die Maschine aus einem unbekannten Grund den Durchfluss. Die meisten Modelle besitzen eine Digitalanzeige oder Signalleuchten für eine erste Fehlerdiagnose. Überprüfen Sie das Gerät auf einen Hinweis in Form einer Warnlampe oder einen Zifferncode wie E11, F18 oder dE. Konsultieren Sie die Gebrauchsanweisung oder andere Quellen, um den Code zuordnen zu können.

Kein Wasser aufgrund von Sensordaten

Die Elektronik einer Waschmaschine enthält mehrere Routinen, die bei einer Aktivierung bestimmter Sensoren automatisch das Wasser abstellen. Drei von ihnen sollten Sie gezielt überprüfen:

  • Türverschluss
  • Überlaufwanne
  • Luftfalle beziehungsweise Drucksensor

Öffnen und Schließen Sie die Tür und überprüfen Sie nach dem Start eines Programms die Verriegelung. Zeigt die Maschine keine Fehler an und lässt sich das Bullauge nicht öffnen, wenden Sie sich der Überlaufwanne zu. Um Wasserschäden zu vermeiden, besitzen die meisten hochwertigen Maschinen auf dem Gehäuseboden eine Auffangvorrichtung mit einem Wassersensor. Dieser aktiviert sich bei einem bestimmten Füllstand und schließt die Zufuhr. Um die Wanne zu überprüfen, kippen Sie das Gerät leicht nach vorne. Fließt unter der Waschmaschine Wasser hervor, leeren Sie die Wanne entsprechend der Gebrauchsanleitung.

Bei der Luftfalle handelt es sich um einen geschlossenen Behälter mit einem Schlauch am oberen Ende, der zu einem Drucksensor führt. Steigt der Wasserpegel in der Trommel, verdichtet sich die gefangene Luft und der Sensor misst anhand dieser Information den Füllstand und reguliert den Wasserzufluss. Ist der Zugang verstopft oder das System undicht, meldet der Sensor widersprüchliche Daten und die Waschmaschine bricht das Programm automatisch ab.

Magnetventil öffnet sich nicht

Die Magnetventile sitzen meistens unmittelbar hinter dem Wasseranschluss und öffnen und schließen die Leitung. Verkalkungen, Verunreinigungen oder Verschleiß beschädigen in ungünstigen Fällen den Mechanismus und führen zu einem Ausfall. Ein Hinweis auf ein künftiges Versagen ist, dass sich die Trommel nur langsam mit Wasser füllt. Sie können versuchen, die Ventile wieder zu befreien, indem Sie das Wasser abdrehen und ein Programm starten. Öffnen Sie anschließend sehr rasch den Durchlauf – die plötzliche Druckveränderung befreit mit etwas Glück das hängende Ventil. Andernfalls müssen Sie es austauschen – Kosten und Arbeitsaufwand einer solchen Reparatur sind moderat.

Wasser kann nicht ablaufen

Steht bereits Flüssigkeit in der Trommel und kann nicht abgepumpt werden, zieht die Waschmaschine ebenfalls kein neues Wasser. Aus diesem Grund kommen als Ursache ebenfalls eine Verstopfung des Ablaufs oder ein Ausfall der Laugenpumpe in Frage. Befindet sich nur wenig Restwasser im System, können Sie dies von außen nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Ein typisches Merkmal für diesen Fall ist eine Türverriegelung, die sich nach dem Abschalten nicht wie gewohnt öffnet. Überprüfen Sie zunächst das Flusensieb und die Pumpe auf Verstopfungen, Blockaden oder sichtbare Schäden.