Wie Sie Rauputz richtig ausbessern

rauputz-ausbessern

Wenn der Rauputz an oder in Ihrem Haus zu bröckeln beginnt, wird es Zeit für eine Ausbesserung. Diese Aufgabe ist in wenigen kleinen Schritten möglich. Der nachfolgende Artikel zeigt Ihnen, wie Sie dabei richtig vorgehen.

Schäden evaluieren und Umfang ermitteln

In einem ersten Schritt empfiehlt es sich immer, einen Blick auf den Umfang der Schäden zu werfen und zu evaluieren, wie diese am besten behoben werden können. Danach kann in drei verschiedene Vorgangsweisen differenziert werden:

  • Sehr umfangreiche Schäden: Rauputz entfernen und neu verputzen;
  • Umfangreiche bis kleinere Schäden: Rauputz ausbessern;
  • Feine Risse: Reparatur mit elastischer Farbe.

Feine Risse mit elastischer Farbe ausbessern

Mit elastischer Wandfarbe lassen sich feine Risse und kleinere Beschädigungen des Rauputzes mit sehr geringem Aufwand schnell reparieren. Elastische Wandfarbe bekommen Sie in jedem Baumarkt. Diese besitzt die Eigenschaft, etwaige Risse zu füllen und diese durch ihre Elastizität praktisch unsichtbar zu machen. Hierzu müssen Sie lediglich die Wand mit der Farbe neu streichen.

Ausbesserung durch neues Verputzen der beschädigten Stellen

Umfangreichere Schäden erfordern hingegen etwas mehr Aufwand. Zumeist ist es aber auch hier nicht nötig, die ganze Wand neu zu verputzen. Stellen Sie zuerst sicher, dass die Oberfläche keine lockeren Putzreste mehr aufweist (entfernen Sie diese gegebenenfalls per Hand) sowie sauber und trocken ist. Gibt es tiefere Löcher und Risse, sollten diese zuerst zugespachtelt werden – achten Sie auf Hohlräume! Bringen Sie dann mit einem Wandspachtel Tiefengrund als Grundierung auf jene Stellen an, die eine Ausbesserung benötigen.

Lassen Sie die Grundierung ausreichend trocknen, bevor Sie mit der Verwendung des Putzes beginnen. Setzen Sie diesen mit Wasser an und bedenken Sie, dass es sich um einen schnell trocknenden Putz handelt, weswegen es ratsam ist, nur so viel Material vorzubereiten, wie Sie in 15 Minuten verarbeiten können.

Danach können Sie den Putz anbringen. Um ein gutes Ergebnis an den Rändern zum alten Rauputz zu erzielen, sollten Sie die Übergänge mit einem Schwamm oder Pinsel befeuchten, was das Angleichen erleichtert. Danach müssen die neu verputzen Stellen für etwa 15 Minuten antrocknen, bevor sie mit einem Reibebrett strukturiert werden können.

Besonders wichtig: das Angleichen

Um beim Ausbessern die besten Ergebnisse zu erzielen, ist die Verwendung des gleichen Rauputzmaterials, das auch für die restliche Wand verwendet wurde, optimal. Wenn Sie nicht sicher sind, was ursprünglich zur Verarbeitung benutzt wurde, sollten Sie beim Kauf des neuen Rauputzes auf eine möglichst gleiche Körnung achten. Auch ist die Reibetechnik an den Struktureffekt des altes Putzes anzupassen, damit die ausgebesserten Stellen später nicht vom Rest zu unterscheiden sind.

Es folgt ein letzter Schritt: streichen Sie nach der Ausbesserung die ganze Wand neu, um ein einheitliches Aussehen zu erreichen!