So tragen Sie Rauputz richtig auf

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Beim Anbringen von Rauputz gilt es, einige Dinge zu beachten und die optimale Technik anzuwenden, damit Sie ein gelungenes Ergebnis erhalten. Worauf es dabei ankommt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Außen- oder Innenbereich?

Bevor Sie einen Rauputz kaufen und mit der Arbeit beginnen, sollten Sie sich Gedanken über die Körnung machen. Nicht jeder Putz ist für jeden Zweck gleich gut geeignet. Eine grobe Körnung wird nur im Außenbereich empfohlen, im Innenbereich sollten Sie auf feinere Körnungen setzen. Dies vor allem, da große Korngrößen aus der Wandebene herausstehen und sowohl mehr Raum einnehmen als auch zu einer Verletzungsgefahr führen können.

Vorbereitung des Untergrunds

Wie auch bei anderen Putzarten ist die Vorbereitung des Untergrunds maßgeblich für ein gutes Ergebnis. Achten Sie darauf, dass der Untergrund keine bröckelnden oder ablösenden Stellen besitzt und sauber, glatt sowie frei von Tapeten- oder Farbresten ist. Sandet der Untergrund oder ist er stark saugfähig, so sollte er mit Tiefgrund festigend behandelt werden. Unebene Stellen, Löcher und Vertiefungen können ganz einfach verspachtelt werden, größere Risse lassen sich mit Armierung schließen.

Ein wichtiger Schritt nächster ist das Streichen mit einer passenden Grundierung wie beispielsweise Putzgrund, welcher für einen gleichmäßigen weißen Untergrund sorgt. Danach gilt: lassen Sie die Wand gut trocknen, bevor Sie mit dem Anbringen des Rauputzes beginnen.

Verarbeiten und Auftragen – das sind die Schritte

Wenn Sie für einen ebenen und sauberen Untergrund gesorgt haben, kann es auch schon an das Verputzen gehen. Folgen Sie dazu den nachstehenden Schritten:

  • Schützen der Umgebung: Kleben Sie mit Folie und Kreppband alle Bereiche ab, die nicht mit dem Putz in Berührung kommen sollen.
  • Anrühren: Rauputz und Wasser sollten hierzu in dem Mischverhältnis miteinander verrührt werden, das auf der Verpackung angegeben ist. Es sollte dabei eine sämige Masse entstehen. Vorsicht: durch die schnelle Trocknung sollten Sie nicht die ganze Masse auf einmal anrühren, sondern schrittweise nur so viel, wie Sie in 15 Minuten verarbeiten können!
  • Anbringen: Tragen Sie den Rauputz mit einer Kelle auf Ihre Glättkelle auf und bringen Sie den Putz mit dieser an die Wand. Dabei sollten Sie am unteren Rand der Wand beginnen, die Glättkelle steil stellen und das aufgetragene Material nach oben glatt ziehen. Achten Sie auf eine gleichmäßig aufgetragene Schichtstärke.

Mit dem Reibebrett finalisieren

Sobald die Oberfläche Ihres Rauputzes nicht mehr glänzt, ist er angezogen – dies dauert im Regelfall etwas 15 Minuten. Er kann nun in einem letzten Schritt mit einem Reibebrett finalisiert werden – auch hierfür haben Sie etwa 15 Minuten Zeit, bis der Rauputz zu stark angetrocknet ist.

Das Reibebrett sorgt für Strukturen im feuchten Putz, indem es in kreisförmigen, diagonalen, kreuzweisen oder senkrechten Bewegungen mit leichtem Druck über den Rauputz gezogen wird. Hier können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen! Denken Sie allerdings daran, das Kreppband für die Abgrenzungen vor dem Aushärten des Putzes zu entfernen.