Keramik gießen – das sind die Schritte

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Aus Gips lassen sich hübsche Formen für das Keramikgießen herstellen

Durch das Gießen von Keramik lassen sich Stücke mit weniger Aufwand produzieren, als es bei der Fertigung per Hand möglich wäre. Auch stellt dies ein Unterfangen dar, das neue Möglichkeiten zur Gestaltung offen lässt. Wie beim Gießen von Keramik vorgegangen werden sollte, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Vorbereitung der Gießmasse und der Gießform

Wenn Sie Keramik gießen möchten, so sollten Sie in einem ersten Schritt ein gießfähiges Material auswählen. Nicht jede Art von Keramik ist hierfür geeignet – beachten Sie am besten die Herstellerangaben beim Kauf des Produktes. Haben Sie die gewünschte Gießkeramik ausgewählt, muss diese mit Wasser entsprechend angerührt werden, bis eine sahneartige Konsistenz entsteht.

Bei der Auswahl der Gießform kann sowohl auf vorgefertigte Schablonen zurückgegriffen als auch eine Form selbst hergestellt werden. Insbesondere, wenn Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen wollen, sind Konturen und Muster möglich! Die Formen bestehen zumeist aus Gips und können bei vorsichtiger Handhabung bis zu 80 Mal benutzt werden. Achten Sie darauf, dass die Gipsform vor jeder Verwendung frei von Überresten und Staub ist und reinigen Sie diese niemals mit scharfen Gegenständen, um ein Zerkratzen zu vermeiden.

Ablauf des Gießvorgangs

Haben Sie die Gipsform und die Gießmasse vorbereitet, sollten Sie dem nachstehenden Ablauf folgen:

  • **Verschließen** der Gießform, sodass sich diese nicht mehr öffnen kann. Tipp: Verwenden Sie ein Formengummi und einen Beschwerer zur optimalen Fixierung.
  • **Eingießen**: Gießen Sie die Keramikmasse gleichmäßig und ohne Absetzen in die vorbereitete Gießform. Wenn Sie mit einer Vollgussform arbeiten, sollten Sie kontinuierlich in nur eine Einfüllöffnung gießen, bis die Masse aus der zweiten Öffnung sichtbar hervorquillt, und lassen Sie die Masse so lange hineinlaufen, bis die Form bis zum Rand gefüllt ist.
  • **Trocknung**: Lassen Sie Ihr Keramikstück so lange in der Form trocknen, bis sich eine feste Außenwand gebildet hat. Diese sogenannte Scherbenbildung hängt zeitlich vom verwendeten Material ab, als Faustregel dauert dies aber zumeist zwischen 10 und 60 Minuten. Lassen Sie die Gipsform nach Erreichen der gewünschten Wandstärke über Kopf auslaufen, warten Sie weitere 10 Minuten, drehen Sie die Form dann erneut um und lassen Sie die Keramik schließlich mindestens zwei Stunden abbinden.
  • **Entnahme**: Lösen Sie Ihr Keramikstück vorsichtig aus der Form.
  • **Nachbearbeitung**: Schließlich können Sie den erhaltenen Rohling am nächsten Tag verputzen und angarnieren.