Innenliegende Bündchen erfolgreich nähen: So geht’s!

Das Anbringen eines innenliegenden Bündchens erfordert präzise Arbeit und sorgfältige Vorbereitung. In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie diese Technik erfolgreich umsetzen können, um eine saubere Verarbeitung Ihrer Ärmel zu gewährleisten.

Den Ärmel vorbereiten

Um den Ärmel optimal für das Anbringen eines innenliegenden Bündchens vorzubereiten, befolgen Sie die folgenden Schritte:

  1. Zuschneiden des Ärmels: Beginnen Sie damit, den Ärmelstoff gemäß dem Schnittmuster zuzuschneiden. Planen Sie eine Saumzugabe von 2 bis 3 cm ein, abhängig von der gewünschten Dicke des Bündchens.
  2. Passzeichen markieren: Übertragen Sie die Passzeichen des Schnittmusters auf den Ärmelschnitt. Nutzen Sie kleine Einschnitte in der Nahtzugabe, um die Position der Passzeichen zu kennzeichnen und somit sicherzustellen, dass beim Nähen alles korrekt ausgerichtet ist.
  3. Bündchen vorbereiten: Schneiden Sie zwei separate Bündchen zu. Das erste Bündchen sollte aus dem gleichen Stoff wie der Ärmel gefertigt werden und die Breite der Saumzugabe aufweisen. Das zweite Bündchen wird aus elastischem Bündchenstoff geschnitten und sollte schmaler sein. Multiplizieren Sie die Weite des Ärmelbunds mit 0,7, um die Breite im ungedehnten Zustand zu bestimmen.
  4. Bündchen umschlagen: Falten Sie die Kante des Ärmels 1 cm nach innen und bügeln Sie diese. Schlagen Sie anschließend die Kante erneut um, sodass ein Tunnel entsteht, der die Bündchen beinhaltet.
  5. Bündchen heften: Um die Genauigkeit beim Nähen zu erhöhen, heften Sie das Bündchen vor dem Nähen mit Heftstichen. Dies hilft Ihnen, die Mehrweite gleichmäßig zu verteilen und das Risiko von unerwünschten Falten im Ärmel zu verringern.

Durch die sorgfältige Befolgung dieser Schritte gewährleisten Sie eine saubere und professionelle Verarbeitung des Ärmels und der innenliegenden Bündchen.

Die richtige Bündchenbreite ermitteln

Die Ermittlung der optimalen Bündchenbreite ist entscheidend für den gelungenen Abschluss Ihres Nähprojekts. Messen Sie zunächst den Umfang der Öffnung, an der das Bündchen angenäht werden soll.

Berechnen Sie die Breite wie folgt:

  1. Umfang messen: Messen Sie den Umfang des Ärmel- oder Halsausschnitts.
  2. Bündchenbreite berechnen: Multiplizieren Sie den gemessenen Umfang mit 0,7. Diese Formel sorgt dafür, dass die Breite im ungedehnten Zustand gut sitzt. Bei Verwendung eines sehr elastischen Stoffes kann der Faktor auf 0,8 erhöht werden.
  3. Nahtzugabe einplanen: Berücksichtigen Sie auch die Nahtzugabe. Planen Sie mindestens 1 bis 2 cm zusätzlich ein.

Achten Sie darauf, dass die finale Mindestbreite des Bündchens etwa 5 cm betragen sollte, um ein Umklappen oder sichtbare Nähte zu vermeiden. Diese Breite gewährleistet, dass das Bündchen stabil sitzt.

Eine praktische Überprüfung besteht darin, das Bündchen „am Objekt“ zu testen. Tragen Sie das Kleidungsstück und setzen Sie das Bündchen locker an, um zu prüfen, ob es gut anliegt, ohne einzuengen. Dieser Schritt ermöglicht Ihnen, Anpassungen vorzunehmen, bevor Sie mit dem Nähen beginnen.

Durch das Befolgen dieser Schritte stellen Sie sicher, dass Ihr Bündchen sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend ist.

Zwei Bündchen zuschneiden

Beim Zuschneiden der innenliegenden Bündchen ist es wichtig, zwei unterschiedliche Stoffe zu verwenden. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Zuschneiden des Bündchens aus dem Ärmelstoff: Messen Sie die Saumzugabe des Ärmels, die typischerweise zwischen 2 und 3 cm liegt. Dieser Stoff wird in derselben Breite zugeschnitten, um einen harmonischen Übergang zu gewährleisten.
  2. Zuschneiden des Bündchens aus elastischer Bündchenware: Schneiden Sie auch die zweite Bündchenlage schmaler zu, um besser am Arm anzuliegen. Ein hilfreicher Richtwert ist, die Weite des Ärmelbunds mit 0,7 zu multiplizieren.
  3. Längs- und Querabschneiden: Achten Sie darauf, die Bündchenteile in geraden, gleichmäßigen Schnitten abzutrennen. Der Einsatz eines Rollschneiders und eines Lineals kann hierbei sehr nützlich sein.
  4. Bündchen im richtigen Verhältnis zuschneiden: Stellen Sie sicher, dass die Höhe des Bündchens mindestens 10 cm beträgt, da sich diese beim Annähen auf etwa 5 cm reduziert. Dies gewährleistet, dass das Bündchen ausreichend Stabilität bietet.

Mit diesen genauen Schritten stellen Sie sicher, dass Ihre innenliegenden Bündchen optimal auf die Bedürfnisse des Kleidungsstücks abgestimmt sind.

Das Sandwich nähen

Um ein innenliegendes Bündchen effektiv zu nähen, starten Sie mit der korrekten Anordnung der Stofflagen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Positionieren des Bündchens: Legen Sie das Bündchen aus dem Ärmelstoff mit der rechten Seite nach oben auf die rechte Seite des Ärmelsaums. Nutzen Sie Nadeln oder Klammern, um das Bündchen zu fixieren.
  2. Zusammenfügen der Bündchenlagen: Legen Sie das Bündchen aus elastischer Bündchenware rechts auf rechts auf das vorherige Bündchen. Achten Sie darauf, dass alle offenen Kanten bündig aneinanderliegen. Stecken Sie auch diese Schicht sorgfältig fest.
  3. Nähvorgang: Verbinden Sie alle drei Lagen mit einem Geradstich. Nähen Sie langsam und darauf bedacht, dass jede Stofflage erfasst wird, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen.
  4. Versäubern der Naht: Um ein Ausfranzen der Nahtzugaben zu vermeiden, säubern Sie diese mit einem Zick-Zack-Stich oder verwenden Sie eine Overlock-Nähmaschine.
  5. Wenden des Ärmels: Drehen Sie den Ärmel auf die rechte Seite. Das Bündchen aus der Bündchenware wird nun im Inneren des Ärmels verborgen und sorgt für einen aufgeräumten Look.
  6. Knappkantiges Steppen: Steppen Sie das Außenbündchen aus dem Ärmelstoff knappkantig fest. Dies sorgt nicht nur für eine schöne Kante, sondern verankert das Bündchen auch in der gewünschten Position.

Durch diese präzisen Schritte gelingt es Ihnen, ein professionelles und ansprechendes innenliegendes Bündchen zu erstellen, das sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend ist.

Fertig!

Herzlichen Glückwunsch! Ihr innenliegendes Bündchen ist nun erfolgreich angenäht. Um das bestmögliche Ergebnis zu gewährleisten und zu bestätigen, dass alles perfekt sitzt, prüfen Sie, ob die Nähte gleichmäßig sind und keine Falten entstanden sind.

Falls Sie bei diesen Schritten auf Herausforderungen gestoßen sind, zögern Sie nicht, die Methode zu wiederholen. Jedes Nähprojekt bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Fähigkeiten zu erweitern und zu verbessern.

Nach dem Abschluss des ersten Ärmels wenden Sie die gleichen Techniken auf den zweiten Ärmel an. Achten Sie darauf, beim Anbringen des Bündchens die gleiche Sorgfalt und Präzision walten zu lassen.

Gönnen Sie sich einen Moment, um das Endergebnis zu bewundern! Ihre Mühe hat sich gelohnt: Sie haben nicht nur ein stilvolles Detail verarbeitet, sondern auch Ihre Fähigkeiten im Nähen weiterentwickelt. Viel Freude mit Ihrem fertigen Kleidungsstück!