Gartenpumpe zieht Luft – Ursachen und was Sie tun können

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In einem gut abgeschlossenen System und bei hochwertigen Produkten arbeitet eine Gartenpumpe viele Jahre lang ohne aufwendige Reparaturen. Einer der häufigsten Fehler während des Betriebs oder nach der Installation ist, dass die Gartenpumpe Luft zieht. In diesem Fall sollten Sie den Fehler unverzüglich beheben, um weitere Schäden zu verhindern.

Möglich Ursachen für eine Gartenpumpe, die Luft zieht

Wenn eine Gartenpumpe kein Wasser fördert oder sich erkennbar Luft in der Flüssigkeit befindet, kommen dafür je nach System unterschiedliche Gründe in Frage. Das Problem tritt häufig bei einer unzureichenden Wartung, nach einem längeren Stillstand oder bei einer neuen Installation und nach Reparaturen auf. Häufige Gründe dafür sind unter anderem:

  • Ein Leck in der Saugleitung
  • Versagen von Fuß- oder Rückschlagventilen
  • Kein Wasser oder zu niedriger Füllstand im Reservoir
  • Überschreitung der maximalen Förderhöhe
  • Undichte Anschlüsse und Verbindungsstücke an der Saugleitung

Je komplexer ein System ist, desto anfälliger ist es für Fehler. Achten Sie bei der Montage darauf, möglichst wenig potenzielle Schwachstellen einzubauen und vermeiden Sie deshalb zum Beispiel das Verwenden mehrerer kurzer Leitungen statt einer langen.

Unterschiede zwischen Saug- und Tauchpumpen

Eine Saugpumpe befindet sich außerhalb des Wasserreservoirs, während Sie eine Tauchpumpe – wie der Name bereits sagt – in der Flüssigkeit versenken und fest unter der Wasserlinie montieren oder an einer zuverlässigen und tragfähigen Halterung aufhängen. Obwohl es sich bei beiden meist um sogenannte Verdrängerpumpen handelt, arbeiten sie nach verschiedenen Verfahren. Eine typische Tauchpumpe ist die Kreiselpumpe, eine häufig eingesetzte Saugpumpe hingegen die klassische Kolbenpumpe.

1. Fall: Gartenpumpe zieht Luft aus einem Leck in der Saugleitung

Entsteht eine undichte Stelle in der Saugleitung, dringt durch dieses Luft ein und wird anschließend weiter befördert. Bei einer Tauchpumpe besteht diese Gefahr zwar nicht, doch auch diese kann Luft ziehen, wenn Sie sich über der Wasseroberfläche befindet und dadurch trocken fällt. Häufig treten undichte Stellen zum Beispiel durch alternde Dichtungen an den Verbindungsstücken und Anschlüssen auf, mechanische Schäden und Umweltbedingungen wie Wurzelwuchs können aber auch die Leitungen selbst zerstören. Sie können die Stelle häufig ausfindig machen, indem Sie bei einer abgeschalteten Pumpe nach Stellen suchen, an denen Wasser austritt.

2. Fall: Unzureichende Saugleistung und Überschreitung der Förderhöhe

Bei einer zu hohen Förderhöhe kann die Pumpe das Wasser nicht bis in das angeschlossene Leitungssystem einspeisen – der Effekt ähnelt stark einer Gartenpumpe, die Luft zieht. Technisch bedingt benötigen Sie spätestens alle sieben bis acht Meter Höhe ein Fuß- oder Rückschlagventil, das bei einem Defekt die Wasserzufuhr unterbindet.