Rasenschnitt bietet wertvolle Nährstoffe für den Garten, erfordert jedoch eine sorgfältige Kompostierung. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Rasenschnitt optimal kompostieren und welche Rolle Kalk dabei spielt.
Die optimale Kompostierung von Rasenschnitt
Rasenschnitt stellt eine wertvolle Ressource für Ihre Gartenarbeit dar. Um diesen jedoch effektiv kompostieren zu können, sind einige spezifische Schritte notwendig. Achten Sie darauf, die richtige Mischung der Materialien und eine ausreichende Belüftung sicherzustellen. Hier sind die wesentlichen Aspekte, die Sie beachten sollten:
- Mischungsverhältnis: Halten Sie das C/N-Verhältnis (Kohlenstoff- zu Stickstoffverhältnis) ausgeglichen, indem Sie den Rasenschnitt mit kohlenstoffreichen Materialien wie Laub, Zweigen und Ästen kombinieren. Diese Bestandteile sorgen nicht nur für ein ideales Verhältnis, sondern fördern auch die Luftzirkulation im Komposthaufen.
- Schichtweises Anlegen: Verstreuen Sie den frischen Rasenschnitt gleichmäßig in dünnen Schichten auf dem Komposthaufen. Platzieren Sie zwischen den Schichten grobe Gartenabfälle wie Strauchschnitt oder Holzhäcksel. Dies verhindert eine Verdichtung und reduzierte die Gefahr von Schimmelbildung, die bei zu dicken Schichten auftreten kann.
- Regelmäßiges Umschichten: Ein entscheidender Faktor für einen schnellen Zersetzungsprozess ist das regelmäßige Wenden des Komposts. Idealerweise sollten Sie den Haufen alle 5 bis 7 Tage wenden, um eine gleichmäßige Belüftung und Feuchtigkeitsverteilung zu gewährleisten.
- Feuchtigkeitskontrolle: Der Rasenschnitt hat einen hohen Wassergehalt, was anfangs zu einer Verringerung des Volumens führt. Achten Sie darauf, dass der Kompost weder zu trocken noch zu nass ist. Sollten Blätter oder andere Abfälle im Rasenschnitt enthalten sein, überprüfen Sie regelmäßig den Feuchtigkeitsgehalt.
- Standortwahl: Wählen Sie einen halbschattigen Platz für Ihren Kompost. So verhindern Sie die Verdunstung von Feuchtigkeit und Fäulnis. Ein gut belüfteter Standort fördert die Aktivität der Mikroorganismen, die für die Zersetzung verantwortlich sind.
- Vorbereitung des Materials: Lassen Sie frischen Rasenschnitt einige Zeit auf dem Rasen antrocknen, um eine verbesserte Zersetzung zu ermöglichen. Nasses Mähgut kann zu Klumpen führen und die Luftzirkulation behindern.
Durch die Beachtung dieser Aspekte gewährleisten Sie, dass der Rasenschnitt in Ihrem Kompost optimal verrottet. Auf diese Weise verwandeln Sie Abfälle in wertvollen Humus, der Ihre Gartenbeete mit Nährstoffen anreichert und die Bodenqualität verbessert.
Kalk im Kompost – Wann ist er sinnvoll?
Die Zugabe von Kalk im Kompost kann unter bestimmten Bedingungen vorteilhaft sein. Kalk trägt dazu bei, das Säure-Basen-Gleichgewicht im Kompost aufrechtzuerhalten, sodass der Zersetzungsprozess gefördert wird. Es ist jedoch wichtig, den spezifischen Zustand des Komposts zu berücksichtigen, da nicht jeder Kompost Kalk benötigt.
Anwendungsfälle für Kalk im Kompost
- Sauerstoffgehalt: Leiden Sie unter einer Übersäuerung des Komposts, was vor allem bei hohem Gehalt an frischem Rasenschnitt oder Materialien wie Nadelbaumlaub vorkommen kann, kann Kalk den pH-Wert erhöhen und die Verrottung begünstigen.
- Reichhaltige Materialien: Bei der Verwendung großer Mengen rasenerzeugter Abfälle minimiert Kalk die Säurebildung und fördert eine bessere Zersetzung.
Wahl des richtigen Kalks
Für die Kompostierung eignet sich kohlensaurer Kalk am besten. Diese Kalkart ist weniger ätzend und schädigt nicht die wertvollen Mikroorganismen im Kompost. Alternativ empfiehlt sich die Verwendung von weniger aggressiven Formen wie Algenkalk, um die Mikrobenpopulation zu schonen.
Dosierung und Anwendung von Kalk
Die Kalkmenge, die Sie in Ihren Kompost geben, variiert je nach Ausgangsmaterial und Säuregrad. Eine allgemeine Faustregel besagt, dass eine Ergänzung von etwa 1 kg kohlensaurer Kalk pro Kubikmeter Kompostrohmaterial sinnvoll ist. Streuen Sie den Kalk gleichmäßig zwischen die Schichten oder arbeiten Sie ihn gut ein, wenn Sie den Kompost wenden.
Vorsicht bei der Anwendung
Seien Sie sparsam mit der Zugabe von Kalk. Eine zu hohe Dosierung kann das natürliche Gleichgewicht im Kompost stören und die Zersetzung verlangsamen. Beobachten Sie den Zustand Ihres Komposts kontinuierlich und passen Sie die Kalkmenge gegebenenfalls an.
Eine erfolgreiche Kompostierung erfordert eine ausgewogene Mischung der Materialien und eine angemessene Belüftung. Kalk ist ein nützlicher Zusatz, aber nicht unbedingt unerlässlich. Ein liebevoll gestalteter Komposthaufen zersetzt sich auch ohne Kalk effizient.