Garagenboden fliesen – Auswahl und Eigenschaften

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Um die Haltbarkeit eines Garagenbodens zu verbessern und ihn optisch aufzuwerten, erwägen viele Garagenbesitzer, den Boden zu fliesen. Dabei müssen neben speziellen Eigenschaften des Materials aber auch weitere Bedingungen in Bezug auf Boden und Vorgehensweise berücksichtigt werden. Welche das sind, lesen Sie hier.

Das Fliesen von Garagenböden bringt einige Vorteile mit sich

Die meisten Garagenböden bestehen aus gegossenem Beton oder aus einer Betonplatte, sodass die nackte, graue Oberfläche sichtbar ist. Nachteilig daran ist nicht nur, dass viele Garagenbesitzer diese Optik nicht ansprechend finden, sondern auch, dass der Boden in dieser Form nur wenig gegen Verschmutzungen, Abrieb und Abnutzung auszusetzen hat. Ein Weg, um für eine zusätzliche Schutzschicht zu sorgen, stellt das Fliesen des Bodens dar. Hierbei kann von einigen Vorteilen profitiert werden:

  • Die Optik lässt sich durch eine Vielzahl an Mustern, Farben und Formen individuell gestalten;
  • Der Garagenboden wird langlebiger gemacht;
  • Feuchtigkeit kann nicht eindringen;
  • Es entsteht eine rutschfeste Oberfläche;
  • Verschiedene Arten von Verschmutzungen lassen sich mit wenigen Hangriffen reinigen und ziehen nicht mehr in den Garagenboden ein; sowie
  • Der Abrieb und die Abnutzung werden durch belastbare Fliesen deutlich reduziert.

Nicht alle Fliesen sind für Garagenböden geeignet…

Garagenböden unterliegen einer besonders hohen Belastung, die sich durch mehrere Faktoren (wie etwa Autoreifen-Abrieb, mechanische Belastungen, tropfendes Öl oder Benzin, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen sowie diverse Verschmutzungen) ergeben. Darauf folgt, dass auch der angedachte Fliesenboden einige wichtige Eigenschaften haben sollte, um lange schön und intakt bleiben zu können. Daher sollten Sie bei der Auswahl der Fliesen vor allem auf die folgenden Eigenschaften achten:

  • Säure- und Ölbeständigkeit;
  • Hohe Festigkeit gegenüber Abrieb;
  • Hohe Rutschfestigkeit (auch bei Feuchtigkeit, also etwa dann, wenn Sie mit dem Auto aus dem Regen kommen);
  • Besondere Unempfindlichkeit gegenüber Schmutz, Salz, Säuren und Laugen;
  • Unempfindlichkeit gegenüber Frost; sowie
  • Hoher Elastizitätswert.

Aus diesen Faktoren ergibt sich bereits, dass nur ganz bestimmte Fliesen für die Verwendung auf Garagenböden geeignet sind – normale Steingutfliesen fallen hier bereits raus. Geeignete Fliesen finden Sie zumeist im Fachhandel, und auch eine individuelle Beratung durch einen Fachverkäufer kann bei der Auswahl besonders hilfreich sein. Vor allem die folgenden Fliesen-Materialien haben sich in der Vergangenheit bereits als geeignet erwiesen:

  • Klinkerfliesen;
  • Feinsteinzeugfliesen; sowie
  • Bestimmte Spaltplatten.

… und nicht alle Garagenböden können einfach gefliest werden

Neben den Eigenschaften der Fliese muss übrigens auch beachtet werden, wie es um den Garagenboden steht. Vor allem dann, wenn es sich um einen alten und feuchten Boden handelt, können Fliesen nicht mehr verlegt werden, da sie zumeist als Dampfbremse fungieren. Dadurch kann der Garagenboden die Feuchtigkeit nicht mehr abgeben, was spätestens beim ersten Frost zu Rissen und Beschädigungen unter dem Fliesenboden führt.

Auch schwingende Garagenböden können zum Problem werden. Hier sollten die Schwingungen beim Verlegen der Fliesen unbedingt berücksichtigt werden, damit diese nicht bei der ersten Bewegung unter der Spannung brechen. Spezielle Verlegungstechniken sowie die richtige Auswahl bei Fugenmasse und Fliesenkleber schaffen Abhilfe.

Alternative: Streichen statt fliesen

Generell kann gesagt werden, dass das Fliesen von Garagenböden in direkter Konkurrenz zu einer weiteren Vorgehensweise steht: dem Streichen. Welche individuellen Vor- und Nachteile beide Optionen mit sich bringen, haben wir Ihnen in diesem Artikel vertiefend dargestellt.