Terrasse erhöhen: Tipps für mehr Platz und Sicht

Eine Terrassen-Erhöhung kann sowohl praktische als auch ästhetische Vorteile bieten. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Methoden zur Terrassen-Erhöhung existieren und wie Sie eine solche Umsetzung erfolgreich durchführen können.

Warum eine Terrassen-Erhöhung sinnvoll sein kann

Eine Terrassen-Erhöhung verbessert sowohl die Funktionalität als auch die Ästhetik Ihres Außenbereichs. Hier sind einige Gründe, warum Sie diese Maßnahme in Betracht ziehen sollten:

  1. Erweiterung des Wohnraums: Eine erhöhte Terrasse bietet zusätzlichen Platz im Freien, ideal für gesellige Runden oder ruhige Rückzugsorte. Sie können diesen Raum beispielsweise als Outdoor-Küche oder Essbereich nutzen.
  2. Bessere Sichtverhältnisse: Durch die Erhöhung genießen Sie eine ungestörte Aussicht auf Ihre Umgebung. Diese neue Perspektive kann das Gesamterlebnis im Freien erheblich steigern.
  3. Verbesserte Entwässerung: Erhöhte Terrassen verringern das Risiko von Wasserschäden. Ein optimaler Höhenunterschied ermöglicht das bessere Abfließen von Regenwasser, was besonders in regenreichen Gebieten von Bedeutung ist. Dies hilft, Staunässe zu vermeiden.
  4. Erhöhte Privatsphäre: Wenn Ihre Terrasse höher liegt, sind Sie weniger von neugierigen Blicken von Nachbarn oder Passanten betroffen. Diese zusätzliche Privatsphäre macht den Außenbereich einladender.
  5. Nutzung des Unterraums: Der Platz unter einer Hochterrasse bietet Stauraum für Gartenmöbel und Geräte, wodurch Ihr Garten aufgeräumter bleibt.
  6. Ästhetische Anpassung an das Grundstück: Eine erhöhte Terrasse kann sich harmonisch in das vorhandene Grundstück und die Architektur Ihres Hauses einfügen. Dies verbessert die Gesamtoptik und kann den Wert Ihres Zuhauses steigern.

Eine Terrassen-Erhöhung kann somit vielfältige Vorteile bringen. Berücksichtigen Sie Ihre individuellen Bedürfnisse sowie die Gegebenheiten Ihres Grundstücks, um eine geeignete Lösung zu finden.

Methoden zur Terrassen-Erhöhung

Für die Erhöhung Ihrer Terrasse stehen verschiedene Techniken und Materialien zur Verfügung, die Sie je nach örtlichen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben kombinieren können. Hier sind bewährte Methoden:

  1. Stelzlager: Diese bieten hohe Flexibilität und eine schnelle Montage. Sie sind in unterschiedlichen Höhen erhältlich und einfach durch Drehen am Gewindeteil anpassbar. Um Höhen von bis zu 500 mm zu erreichen, können Sie zusätzliche Aufsätze verwenden, die sich sowohl für Holz- als auch für Plattenbeläge eignen. Selbstnivellierende Aufsätze gleichen kleine Unebenheiten im Untergrund bis zu 5 % aus und verbessern die Stabilität der Terrasse. Gummigranulat-Pads unter den Stelzlagern dampfen zusätzlich den Trittschall.
  2. Terrassenpads aus Gummigranulat: Diese eignen sich hervorragend für geringfügige Erhöhungen und sind in verschiedenen Stärken erhältlich. Sie gleichen kleine Unebenheiten im Untergrund aus und erhöhen die Terrasse um etwa 1 cm, was den Komfort beim Betreten verbessert.
  3. Drainagebeton: Diese spezielle Art von Beton sorgt für eine stabile Grundlage. Der Untergrund sollte ein Gefälle von etwa 2 % aufweisen, um optimale Entwässerung sicherzustellen. Drainagebeton verhindert Wasseransammlungen und kann mit einer Schicht Einkornbeton kombiniert werden, um eine effektive Lösung zu erreichen.
  4. Erdaufschüttung: Diese Methode wird verwendet, um Höhenunterschiede auszugleichen. Achten Sie darauf, dass das Material gut verdichtet wird, um Setzungen zu vermeiden. Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Erhöhungen und kann auch als Grundlage für Steinterrassen dienen.

Überprüfen Sie vor der Anwendung jeder Methode die örtlichen Bauvorschriften, insbesondere bei einer Terrassenhöhe von über 50 cm. Es ist auch wichtig, eine geeignete Treppe mit Handlauf zu installieren, um Sicherheit und Zugänglichkeit zu gewährleisten.

Anleitung zur Terrassen-Erhöhung mit Stelzlagern um 20 cm

Um Ihre Terrasse um 20 cm zu erhöhen, folgen Sie bitte diesen Schritten:

  1. Vorbereitung: Zuerst entfernen Sie den Terrassenbelag sowie alle unbrauchbaren Teile der Unterkonstruktion. Überprüfen Sie den Zustand der verbleibenden Unterkonstruktion. Ist diese stabil, können Sie die Stelzlager direkt darauf montieren, andernfalls sollten Sie auch diese entfernen.
  2. Stelzlager platzieren: Setzen Sie die Stelzlager gleichmäßig auf den vorbereiteten Untergrund oder die vorhandene, tragfähige Fläche. Für zusätzliche Stabilität und Trittschallminderung können Sie Gummigranulat-Pads unter die Stelzlager legen. Diese erhöhen die Terrasse um etwa 1 cm.
  3. Höheneinstellung und Ausrichtung: Verwenden Sie eine Wasserwaage, um die Stelzlager auszurichten. Verstellen Sie die Höhe durch Drehen am Gewindeteil, bis Sie die gewünschte Höhe erreicht haben. Planen Sie ein Gefälle von etwa 2 % vom Haus weg ein, um optimale Entwässerung zu gewährleisten.
  4. Verwendung von selbstnivellierenden Aufsätzen: Bei unebenem Untergrund setzen Sie selbstnivellierende Aufsätze an den Stelzlagern ein, um Höhenunterschiede bis zu 5 % auszugleichen. Diese helfen, die Stelle anzupassen, ohne den Untergrund aufwendig bearbeiten zu müssen.
  5. Montage der Unterkonstruktion: Nachdem die Stelzlager platziert und ausgerichtet sind, montieren Sie die neue Unterkonstruktion auf den Stelzlagern. Verbinden Sie die Balken sicher mit den Stelzlagern, um eine stabile Grundlage für den Terrassenbelag zu schaffen.
  6. Verlegung des Terrassenbelags: Platzieren Sie abschließend den gewünschten Terrassenbelag, wie Dielen oder Platten, auf der Unterkonstruktion. Bei der Verwendung von Platten können diese direkt auf Plattenlagern verlegt werden, ohne eine zusätzliche Unterkonstruktion.

Mit den korrekten Schritten erzielen Sie eine effektive und sichere Erhöhung Ihrer Terrasse um 20 cm.

Weitere wichtige Hinweise

Bei der Planung und Umsetzung einer Terrassen-Erhöhung sind verschiedene Aspekte wichtig, um eine sichere und ansprechende Gestaltung zu gewährleisten:

  • Baugenehmigung und Vorschriften: Ab einer Höhe von 50 cm sollten Sie sich über die lokalen Bauvorschriften erkundigen und gegebenenfalls eine Baugenehmigung einholen. Diese Vorschriften können in Ihrer Region variieren und enthalten häufig Vorgaben zur Sicherheit.
  • Sicherheitsvorkehrungen: Sorgen Sie dafür, dass Ihre erhöhte Terrasse über eine geeignete Treppe mit Handlauf und Geländer verfügt. Dies trägt zur Sicherheit bei und erleichtert den Zugang.
  • Materialwahl: Wählen Sie witterungsbeständige Materialien. Regelmäßige Pflege ist für Holzterrassen ratsam, um die Lebensdauer zu verlängern. Achten Sie darauf, die Tragkraft der Materialien zu berücksichtigen.
  • Umgebungsgestaltung: Planen Sie kreative Lösungen für den Raum um die Terrasse, etwa Beete oder Hochbeete. Dies verbessert die Optik und ermöglicht zusätzliche Gartenprojekte.
  • Drainage und Entwässerung: Achten Sie darauf, dass die Fläche unter und um die Terrasse gut entwässert ist. Ein Gefälle von etwa 2 % sorgt dafür, dass Regenwasser effizient abfließt.
  • Planung der Nutzung: Überlegen Sie, wie Sie die Terrasse in Zukunft nutzen möchten. Ob als Essbereich oder Loungebereich, die Planung sollte Ihre individuellen Bedürfnisse widerspiegeln.

Diese Überlegungen helfen Ihnen, eine attraktive und funktionale Terrasse zu gestalten, die sowohl optisch ansprechend als auch praktisch ist.