Hohlkehle herstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Eine Hohlkehle ist ein wichtiges architektonisches Element, das insbesondere bei der Abdichtung von Fundamenten und Mauerwerken eine zentrale Rolle spielt. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie eine Hohlkehle fachgerecht herstellen und dabei wichtige Aspekte beachten.

Wozu dient eine Hohlkehle?

Eine Hohlkehle erfüllt mehrere zentrale Funktionen im Bauwesen, insbesondere im Übergangsbereich zwischen Fundament und Mauerwerk. Sie gewährleistet eine effektive Wasserableitung und leitet Wasser, das an der Wand herunterläuft, ab. Dadurch wird verhindert, dass das Wasser in den kritischen Bereich zwischen Wand und Fundament eindringt, was das Risiko von Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk erheblich mindert.

Darüber hinaus verbessert die Hohlkehle die Hygiene in Bereichen wie Küchen oder Laboren. Sie spielt eine wesentliche Rolle, da sie die Reinigung erleichtert. Schmutz und Bakterien haben weniger Möglichkeiten, sich in spitzen Kanten anzusammeln, was in hygienisch sensiblen Umgebungen von großer Bedeutung ist.

Die Hohlkehle unterstützt auch die bauliche Stabilität, indem sie die Übergänge zwischen verschiedenen Flächen wie Wand und Boden sanfter gestaltet. Diese Formgebung beugt Rissbildungen in Abdichtungen vor und trägt zur Langlebigkeit des Bauwerks bei. Daher ist die Planung und Ausführung einer Hohlkehle ein entscheidender Schritt im Rahmen einer vollständigen Bauwerksabdichtung, um langfristige Schäden durch Nässe zu vermeiden.

Hohlkehle herstellen: So gehen Sie vor

Um eine Hohlkehle korrekt zu erstellen, befolgen Sie diese Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Bereich reinigen: Beginnen Sie mit einer gründlichen Reinigung der Fläche, auf der die Hohlkehle entstehen soll. Entfernen Sie Schmutz, lose Teile und alte Beschichtungen, um sicherzustellen, dass der Untergrund tragfähig ist. Dieser Schritt ist entscheidend für eine gute Haftung des Mörtels.
  2. Untergrund anfeuchten: Bevor Sie den Mörtel anrühren, befeuchten Sie den betreffenden Bereich leicht. Dies verbessert die Haftung des Mörtels.
  3. Mörtel anrühren: Rühren Sie einen wasserdichten Zementmörtel der Mörtelgruppe II a gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Achten Sie darauf, dass der Mörtel eine homogene Konsistenz aufweist, um eine optimale Verarbeitung zu gewährleisten.
  4. Hohlkehle formen: Tragen Sie den frischen Mörtel gleichmäßig auf die vorbereitete Fläche auf. Nutzen Sie zum Formen der Hohlkehle eine geeignete Methode, etwa eine runde Flasche oder spezielle Werkzeuge. Achten Sie darauf, dass die Schenkel der Hohlkehle jeweils mindestens 4 cm an Wand und Fundament verlaufen, um ihre Funktion effektiv zu gewährleisten.
  5. Trocknungszeit einhalten: Lassen Sie die Hohlkehle vollständig trocknen, bevor Sie weitere Abdichtungsmaßnahmen ergreifen. Diese Trocknungszeit beträgt in der Regel etwa drei Tage. Achten Sie darauf, dass die Hohlkehle in dieser Zeit nicht belastet wird, um Rissbildungen zu vermeiden.
  6. Nachbearbeitung: Überprüfen Sie die Oberfläche nach dem Trocknen auf Unebenheiten oder Lücken. Bei Bedarf können Sie diese Stellen mit einer Dichtschlämme ausbessern, um eine optimale Basis für die nächsten Abdichtungsschichten zu schaffen.

Diese Schritte ermöglichen es Ihnen, Hohlkehlen fachgerecht herzustellen und unterstützen sowohl die Wasserableitung als auch die Langlebigkeit Ihrer Abdichtung.

Worauf Sie noch achten sollten

Bei der Herstellung einer Hohlkehle gibt es einige wesentliche Aspekte, die Sie berücksichtigen sollten, um ein langlebiges und funktionales Ergebnis zu erzielen:

  • Untergrundvorbereitung: Sorgen Sie dafür, dass der Untergrund frei von Schmutz, alten Beschichtungen und anderen haftungsmindernden Materialien ist. Eine gründliche Reinigung fördert die Haftung des Mörtels. Es ist ratsam, die Oberfläche leicht anzufeuchten, um die Haftung zu verbessern.
  • Schenkelgröße: Achten Sie darauf, dass die Schenkel der Hohlkehle mindestens 4 cm betragen. Diese Maßnahme gewährleistet, dass die Hohlkehle ihre Funktion zur Wasserableitung effektiv erfüllen kann.
  • Trocknungszeit beachten: Lassen Sie die Hohlkehle nach dem Mörtelauftrag für etwa drei Tage vollständig trocknen, bevor Sie weitere Abdichtungen vornehmen. Diese Zeit ermöglicht es, Risse und andere Beschädigungen zu vermeiden.
  • Nachbearbeitung: Überprüfen Sie die Oberfläche nach dem Trocknen sorgfältig auf Unebenheiten oder eventuelle Lücken. Bei Bedarf sollten Sie sicherstellen, dass diese Stellen mit einer Dichtschlämme oder einem geeigneten Material nachbearbeitet werden, um eine optimale Grundlage für die folgenden Abdichtungsschichten zu schaffen.

Mit der Beachtung dieser Punkte leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur optimalen Ausführung der Hohlkehle und schützen Ihr Mauerwerk langfristig vor Feuchtigkeitsschäden.